Gardasee Tag 4 – Klettersteig Sentiero Fausto Susatti


Die Vorhersage für heute war besser und sollte der schönste Tag der Woche werden, so sagte es mal mein App wetter.com voraus. So bin ich gegen Sieben mal auf und habe einen Bick durch das Terrassenfenster geworfen und wirklich, es war etwas blau am Himmel zu sehen. Ich hatte Isabelle schon am Vorabend gefragt ob es okay sei, wenn wir früher aufstehen um zeitig zu starten und gegen halb acht ist Sie dann auch aufgestanden. Für diesen Tag hatten wir uns einen kleinen Klettersteig bei Arco ausgesucht, den „Sentiero attrezzato del Colodri“ aber da das Wetter so schön war und wir früh auf den Beinen waren, war der „Sentiero Fausto Susatti“ für diesen Tag besser geeignet, da dort eine schöner Zustieg von 1,5 Stunden dabei war, wie auch der Klettersteig selbst eine Länge von 500 Höhenmeter und 2,5 Stunden Dauer beinhaltete. So war der Steig mit 5,5 Stunden Gesamtzeit inkl. Abstieg angegeben. Wir machten uns also fertig, ich stellte mit Isabelle Ihren Hüftgurt ein, den Helm wurde passen gemacht und auch mal der Klettersteiggurt zum Testen angelegt. Nun wurde alles verstaut, da eine Einweisung am Berg stattfinden sollte. Wir gingen schnell duschen und machten auch noch etwas zu Essen, da die Tour ja schon etwas länger war. So fuhren wir früh die gleiche Strecke wie am Vortag durch den Tunnel in Richtung Val di Ledro, wo wir im ersten Ort hinter dem Tunnel einen Parkplatz am Ortseingang „Biacesa del Ledro“ fanden. Wir zogen unsere Schuhe an, den Rucksack auf den Rücken und marschierten los, erst durch den Ort und dann dem gut ausgeschilderten Weg 417 bis zu einer Abzweigung 470, die uns zum Einstieg führen sollte. Der Weg ging durch einen schönen Wald und stetig, aber nicht zu steil nach oben.
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imageEs war hier schon einiges an Armeinsatz gefragt, so das der Zustieg schon ein Erlebnis bietete. Die Ausblicke wurden dabei immer schöner und wir kamen dem Gardasee immer näher und wurden mit herrliche Ausblicke bei dem leicht trüben Wetter belohnt.
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imageUnterwegs wurden wir schon von einigen Leuten überholt, die aber nicht wirklich viel schneller waren, es aber einfach schöner war, keinen im Rücken zu haben. Am Einstieg angekommen trafen wir die meisten wieder, die auch dabei waren, Ihre Klettersteigausrüstung anzulegen. Ein Blick auf die Uhr zeigte das Gefühlte, wir waren sehr gut in der Zeit und waren etwas früher als angegeben hier am Einstieg. Wir zogen auch unser Klettersteigset an und Isabelle ging vor und schaute wie die letzte der vielen Leute sich nach oben kämpfte 😉 . Sie machte sich direkt hinterher, nachdem ich Ihr kurz nochmals zeigte, wie Sie sich zu sichern hatte und Sie klettern sollte und es vermeiden sollte sich mit beiden Händen am Seil hochzuziehen.
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Sie machte es sofort richtig, schob die Karabiner mit einer Hand nach oben und mit der anderen Hand hielt Sie sich am Fels fest. Mit den Füssen machte Sie noch zu große Schritte, die ich aber fleißig korrigierte 🙂 .
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So ging es zügig den anderen Hinterher und dort wurden die Blicke auf den Gardasee immer schöner und die Berge mit dem Bäumen und dem blauen Himmel waren herrlich. Man sah, das Isabelle sehr viel Spaß daran hatte und Sie meinte auch, dass man die Anstrengung gar nicht so merkte wenn es nach oben geht. Der Unterschied zwischen den Schwierigkeitsstufen A A/B und B waren nicht immer deutlich und es machte mir Spaß mit Isabelle und den vielen andern den Berg hochzuklettern.
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Dadurch das laufend wieder flacherer Stellen kamen, war es auch möglich andere vorbei zu lassen und in der Zeit den herrlich Ausblick zu genießen. Die meisten die hier hoch kletterten waren ebenfalls Anfänger, teils auch organisiert.
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Gefühlt waren wir schneller als angegeben am Ausstieg des Ferrata Fausto Susatti und am Gipfelkreuz, dass die Italiener als alte Katholiken gar nicht hatten, sondern lieber Ihre Flagge hissten. Am Gipfel waren schon viele Leute und die Stimmung war sehr schön.
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Wir unterhielten uns mit denen und als alter Trierer machte ich natürlich Reklame für Trier. Nach der kurzen Pause ging es weiter zum nächsten kleinen Klettersteig, den “ Via Ferrata Mario Foletti“, wo ich mit Isabelle mal die Standschlinge testete.
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imageNach diesem kleinen Steig kamen wir nach einer kleinen Wanderung zum einem Rastplatz mit schöner Sitzgelegenheit, wo wir wieder alle trafen. Wir futterten unser mitgenommenes, wobei ich den Käse und die Wurst im Kühlschrank vergessen hatte 🙁 .
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Es war Zeit für den Abstieg, wir wählten nicht den einfach Weg 460 nach Biacesa, sondern den 471, der uns wieder an vielen Seilen nach unten führte.
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Schön war bei der ganzen Runde auch, dass überall noch Stellungen und Bunker aus dem ersten Weltkrieg zu sehen waren und damit dieser Steig auch eine lange Geschichte hatte. Nach einigen kleinen Kletterpassagen waren wir genau zur angegeben Zeit am Auto.
imageWir fuhren zurück zum Appartement und nach einer Dusche waren wir beide so müde, dass eine Siesta anstand. Ausgeschlafen sind wir um 8 Uhr mit dem Auto hinunter nach Riva del Garda gefahren und dort ins Ristorante Al Vaticano gegangen, diesmal ohne Tripadvisor. Der Service war sehr nett und das Essen war auch in Ordnung für den Preis.
imageWir hatten gemeinsam eine Pasta aus Vorspeise und aßen im Anschluss gemeinsam eine Lachsforelle und einen Saibling. Nach dem Essen gönnten wir uns ein Eis, welches zum reinsetzen war.
imageIsabelle fuhr uns Nachhause, da ich etwas getrunken hatte und am Anschluss saßen wir noch bis zwölf auf der Terrasse mit einem Glas Wein und genossen den milden Abend.

volle Distanz: 7826 m
Maximale Höhe: 964 m
Minimale Höhe: 445 m
Gesamtanstieg: 1338 m
Gesamtabstieg: -1416 m
Gesamtzeit: 05:25:34
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