Einbau zweier Gasflaschentanks in unseren Hymer B ML T 780 2


Die erste größere Veränderung im Hymer B ML T 780 war der Einbau von Gasflaschentanks, die Alu-Gasflaschen TravelMate (befüllbarer Druckgasbehälter). Wir wollten uns beim besten Willen nicht jedes Mal Gedanken machen, wie wir bei Langzeitaufenthalten in verschieden Ländern zu Gas kommen können. Gut, so richtig Erfahrungen mit Gasverbrauch hatten wir nicht, da der Kühlschrank im Adria ein Kompressor war und die Heizung mit Diesel lief und wir dort für Wasser warm machen und Kochen locker ein halbes Jahr mit 5 Kilo Gas auskamen. Also nun Heizung und Kühlschrank mit Gas und da wir es auch bei nicht extrem Wintertemperaturen warm haben wollten, musste nee andere Lösung her und ich schaute mich nach den Gastankflaschen im Gasfach um. Ein Anruf bei der Gasfachfrau brachte Klarheit und auch ein Einbaupartner in Ihrer Nähe wurde mir empfohlen, die Firma Lersch Kessel, welche ca. 100 Kilometer von mir entfernt lag. Ich nahm Kontakt auf und klärte einige Dinge ab, aber da es noch ein paar Monate war, fixierte ich noch keinen Termin. Ich nahm aber auch mal Kontakt zu Autarker.de auf, die mir ein Angebot über 2100 € zukommen ließen und Einbautermin in 2-3 Monaten. Auch fragte ich in Andernach bei FK-Reisemobilservice nach, die aber trotz der Bilder mir ohne Besichtigung kein Angebot zukommen lassen wollten. So entschied ich mich für den Einbau bei der Firma Lersch-Kessel in Merxheim, da diese neben dem Fahrzeugausbau von Polizei und Feuerwehr noch eine Schreinerei betrieben und den Einbauservice erst seit kurzen als Zugewinn entdeckten. Als der Hymer kam, bestellte ich die Flaschen und lies diese direkt zum Einbaupartner liefern. Leider hörte ich nichts mehr von der Firma Gasfachfrau, so etwas wie eine Versandbestätigung oder sonst irgendetwas und ein durchkommen mit dem Telefon war auch nicht möglich. Dies bereite mir etwas Sorgen, aber nach einem Anruf bei der Firma Lersch-Kessel bestätigten diese mir, dass das Material schon geliefert wurden war. So machten wir einen Termin für den Einbau aus, der relativ kurzfristig möglich war, gerade im Vergleich zu den anderen Anfragen. Donnerstag eine Woche später fuhren wir also nach Merxheim, stellten unser Wohnmobil für die Nacht hinter die Werkstatt und hatten erst mal ein nettes Gespräch mit Herrn Lersch-Kessel. Dann ging es in die örtliche Weinstube zum Essen und Trinken, was schon lecker war und im Anschluss hatten wir dann im Hinterhof eine gute Nacht. Am nächsten Morgen um kurz vor acht war es dann soweit, wir fuhren den Hymer in die Werkstatt und ein Mitarbeiter mit Gehilfin machten sich direkt an die Arbeit. Gasflache raus, Halter raus, schauen was hinter der Gasfachverkleidung war und schon wurde der erste Halter mit Nieten befestigt. Da Hymer dort noch einen Zugang zur Alde Heizung verbaut hatte, musste eine Entscheidung her, die uns den Zugang nur noch durch Ausbau der Gasanlage und entfernen der Blindnieten für die Halter möglich machten. Gut das der Hauptzugang aber vom Innenraum aus zugänglich war. Die Ruhe  die der Monteur beim Einbau ausstrahlte, war bemerkenswert, so sorgfältig sollten alle arbeiten und mir war klar, dass es eine gute Entscheidung war, hier herzukommen. Nachdem der erste Halter eingebaut war, wurde der Zweite befestigt. Dieser benötigte etwas mehr Zeit, da es doch schon eng im Gaskasten zuging. Bevor die Verkabelung dran war, äh, wie heißt was bei Schläuchen ;-), wurde ein Platz für den Füllstutzen gesucht. Da bei uns irgendwo oberhalb die Wasserrohre der Heizung durchliefen, war ich direkt mit dem Vorschlag einverstanden,  diesen am Boden zu befestigen, auch weil dort mit richtigen Gewindeschrauben befestigt werden konnten. Schnell war dieser fest und nun wurden nur noch die drei Schläuche mit T-Stück angeschlossen.  Als letztes waren noch die beiden Schläuche zur Truma Duo-Control dran und fertig war der Einbau in 2,5 Stunde, Spitzenleistung. Hier zuzuschauen war mir echt eine Freude und dies schreibe ich auch ohne einen Vorteil bei der Aktion zu erhalten. Die Rechnung wollte Frau Lersch-Kessel uns dann per Mail zusenden, was ja kein Problem war. Wir bedankten uns für den Top Service und die netten Gespräche vor, während und nach dem Einbau und machten uns auf den Weg zum Gas-Check, da bei der Firma Lersch-Kessel leider zur Zeit keiner dort eine Abnahme machen konnte. Dies soll sich aber ab Mitte November 2022 nach der Gasschulung eines Mitarbeiters ändern. Wir fuhren also nach Bad Kreuznach zur Abnahme mit einem Zwischenstopp an der Tankstelle, um mal ein paar Liter Gas zu tanken, das erste Mal für uns  aber es war wirklich nicht schwer. Der gute Herr in Bad Kreuznach meinte aber dann eine Dichtigkeitsprüfung beginnt hinter den Flachen, bzw. dem Gasdruckregler und er wollte uns nicht sinnloserweise Geld abnehmen, da das Fahrzeug ja noch für 2 Jahre die Prüfung hatte, dass nenn ich mal fair. Wir fuhren also erst einmal weiter und machten unseren Wochenendtrip. Montags rief ich erst mal die Gasfachfrau an und dort bekam ich die Auskunft, daß die Versandbestätigung wohl nicht erfolgt war, weil die Flaschen persönlich dort vorbei gebracht wurden, okay, verziehen. Eine Gasprüfung sei nicht nötig, aber ein Eintrag der beiden Gastankflaschen ins Gasbuch sei sinnvoll. Okay, nach einem Gespräch mit Herrn Lersch-Kessel einigten wir uns darauf, dass ich ein Gasbuch bekomme, wenn der Mitarbeiter zertifiziert dafür war. Ich machte in der Zwischenzeit mit Gaslecksuchspray beim nächsten Volltanken eine Prüfung der Verbindungen, die natürlich positiv ausfiel. Das Volltanken in Luxemburg war schon eine Freude, 77 Cent der Liter. Ein paar Tage später kam die Rechnung über den Einbau die mich auch Erfreute, da wurden wirklich nur die Stunden der Beiden abgerechnet, inkl. der paar Kleinteile(Kaffee gab es gratis 🙂 ). Wenn man die rund 1000 € Einbaukosten vom Autarker im Vergleich zieht, sieht man das man hier nicht die Werbung und YouTube Videos mitbezahlt werden.

Zur Bedienung ändert sich, außer dem Tanken und nicht mehr Flaschen schleppen, nichts. Die Flaschen werden zwar zusammen gefüllt und eine löst nach der andern bei 80% den Füllstop aus. Nachdem das Tanken aber vorbei ist, wird eine Flasche nach der andern mit der Duo-Control gesteuert. So muss man im Gaskasten auch nicht die Füllstandsanzeige im auge behalten, da wenn die erste Seite leer ist, es in der Truma Anzeige rot blinkt. Aber wenn es dazu überhaupt kommt, Gas bekommt man ja an vielen Tankstellen in Europa. Nun freuen wir uns diese Anlage, so richtig in unserer Winterreise, nach Frankreich, Portugal und Spanien zu genießen.

Nach dem ersten Monat in Frankreich und Spanien, macht es jezt schon Freude mal schnell Gas aufzufüllen und wir können locker auch auf Campingplätzen den Kühlschrank mit Gas betreiben, wenn wir wie mit der ACSI Karte nur 4 KW/h im Preis inklusive haben.


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