Die Venedigertour – Tag 1 – Hinterbichl zur Sajathütte


Eigentlich war für dieses Jahr mit Gerhard eine mehrtägige Klettersteigtour durch die Brenta angedacht., aber nach dem feststand, dass mein Arbeitgeber zum Ende Oktober die Pforten schließt, wollte ich den bis dahin angesammelten Langzeiturlaub sinnvoll investieren. So einigten wir uns für im Oktober eine Nepaltour zusammen zu machen und im August nur ein verlängertes Wochenende in Österreich zu verbringen und dort eine kleine Hüttenwanderung zu laufen. Wir suchten uns die Venedigertour aus, bei der man in vier Tagen in der Nähe des Großvenediger eine Runde unterhalb des Großvenediger dreht. Anfahrt war Donnerstag nach der Arbeit und die Fahrt nach St. Johann war super gut zu fahren, so gut wie kein Stau und nur drei Baustellen störten etwas. Da ich um kurz nach drei startete, war ich gegen zehn schon in St. Johann und als ich das Auto abstellt hatte und hoch in die Wohnung ging, waren Xiao und Gerhard schon am schlafen 😉 . Ich hatte gehofft die beiden seien noch wach, die sind aber kurz vorher schon ins Bett gegangen. Egal, nach etwas Tagesthemen schauen ging ich um kurz nach elf ins Bett und habe auch super gut geschlafen. Kurz nach sieben bin ich dann mal wach geworden, aber ich habe mich noch ein paarmal im Bett herum gedreht, da es dort so schön warm war. Um acht dann auf, nachdem ich etwas im Flur gehört hatte. Die beiden waren natürlich schon früh ausgeschlafen und waren auch schon zusammen einkaufen gewesen. Nach dem Kaffee noch duschen und alles zusammen packen. Gegen halb zehn sind wir dann los nach Hinterbichl, das so etwas 90 Kilometer entfernt von St. Johann lag und mit zwei Stunden Fahrzeit angegeben war. Die Fahrt zog sich, so dass wir wirklich pünktlich in Hinterbichl ankamen. Wir hatten vor das Auto noch etwas weiter abzustellen, dort wo wir Montags von der Essener Hütte aufschlagen werden um die drei Kilometer dann Montags nicht noch zu laufen zu müssen, aber nachdem wir schon auf halber Strecke zehn Euro für drei Tage parken zahlen sollten, sind wir zurück und haben das Auto in Hinterbichl abgestellt. Nun hieß es fertig machen und Gepäck aufrödeln. 20160812_113530Es fing an zu nieseln, aber mit einem Schirm bewaffnet war es kein Problem. Es ging aus dem Dorf hinaus und immer nur Berg hinauf. Nach den ersten dreihundert Höhenmeter hieß es erst mal Rast und etwas Essen, Gerhard hatte Brot und Kaminwurzen besorgt, die jetzt richtig gut taten. 20160812_122040Nach gut einer Stunde hatten, wir die ersten 400 Höhenmeter der insgesamt 1250 Höhenmeter überwunden. Wir waren an der Stabanthütte, die einen schönen Eindruck machte. Uns kam die Almmusik schon entgegen und auch der Schwenkbratengeruch war direkt in der Nase 🙂 . 20160812_130132Wir ruhten kurz und machten uns weiter auf dem Weg nach oben. Eigentlich war die Abwechslung sehr bescheiden, da es bewölkt war und auch noch leicht am Regnen. 20160812_134620Wir liefen also immer die Kehren hoch und warteten auf den Ausblick zur Hütte, die in der Beschreibung beschrieben war und von dort es noch 1 Stunde sein sollte. Wir sahen aber nichts und nach weiteren 2,5 Stunden Kehren laufen, sahen wir im Nebel die Sajathütte. 20160812_150355Die Hütte war von außen sehr schön und auch recht groß, diese war auch noch nicht sehr alt, da die alte Hütte von einer Lawine vor ein paar Jahren ins Tal gerissen wurde. 20160812_151258Wir legten unser Zeug ab und es gab für mich erst mal ein Bier und die beiden letzten Kaminwurzeln. Gerhard wie immer eher süß, trank eine Schokolade und aß ein Stück Tiramisu. Dann gingen wir duschen und legten uns noch eine Stunde ins Bett zum Ruhen. Der Weg hier hoch hatte doch ganz schön an unseren Kräften gezehrt und wir waren beide glücklich endlich hier oben zu sein. Der Ausblick auf die Berge war erst noch immer sehr beschränkt und wir konnten das ganze nur auf den Postkarten genießen. Nachdem wir wieder etwas zu Kräften waren, ging es gegen 18 Uhr es zum Essen, für diese Zeit sollten wir unten sein, damit wir unser Halbpensionsmenu essen konnten. Als wir den Wein und das Bier genossen, zeigte sich manchmal der Berg und die rote Säule im Hintergrund beim Blick aus dem Fenster. Zum Essen gab es Kohlrabisuppe, Spießbraten mit Semmelknödel und Rotkraut, welches ich auch von Gerhard essen konnte der kein Rotkraut Fan war. Zum Dessert noch Joghurt mit Früchten und schon waren wir beide satt. Das Essen war lecker und auch reichlich. Im Anschluss noch ein Schnaps für jeden, wobei ich den gelben Enzian nahm, der durchaus auch als Medizin durchgegangen wäre 😉 Da war Gerhard mit seinem Marillenbrand doch besser bedient 😉 . 20160812_192455Kurz vor dem schlafen gehen noch einmal draussen die Lage peilen und siehe da, der Berg mit der roten Säule war endlich zu sehen wenn auch noch nicht bei tollem Wetter, aber das war ja auch für morgen geplant 🙂 . 20160812_201023So gegen neun sind wir ins Bett und haben nach etwas quatschen die Augen zu gemacht.

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