Korsika Tag 12 – Große Runde zum Monte Calva


Gut geschlafen weckte ich Isabelle mit den Worten, Du verpennst noch Dein ganzes Leben, da wir schon nach 9 Uhr hatten, aber Sie gar keine Anstalten machte, sich zu bewegen. Darauf bewegte Sie sich doch mal und wir standen auf und machten Frühstück, dass heute wieder aus einem leckeren Apfelkaiserschmarren bestand. Beim Kaffeewasser abfüllen sagte ich nur zu Isabelle, da kommt kein Wasser, da tropft es nur aus den Hahn, aber egal, jetzt erst mal frühstücken und der Sache später auf den Grund gehen. Lecker war es und eigentlich reichte der Schmarren für uns beide schon, so dass das Baguette erst mal liegen blieb. Nun wäre Duschen angesagt gewesen, wenn denn mal dort Wasser aus dem Hahn gekommen wäre aber auch dort kam nix.. Isabelle ging zum Nachbarn und die meinten nur, dass die heute das Wasser zum reinigen des Bassin abgestellt haben und zuvor Zettel verteilt hätten. Sauwer, da haben die Deppen von Wohnungsvermieter nix gesagt und wir hatten noch nicht mal Wasser fürs Klo. Ich ging aber noch und Isabelle hielt inne, Danke 🙂 . Also leicht muffelnd, was aber nicht wirklich stimmte da wir gestern Abend noch duschen waren, packten wir alles für diäe Tour in unsere Rucksäcke. So richtig motiviert war ich heute nicht und Isabelle wollte die mit 2:45 Std. angegebenen Tour zum Monte Calva gehen, was mir dann auch ganz recht war und reichte. In Zonda noch etwas Wasser kaufen, da der Wasserhahn nichts her gab und hierbei meinte Isabelle mit etwas Wasser direkt 4,5 Liter 😉 . Weiterfahrt zum Startpunkt Bocca d’Illarata der auf 991 Meter Höhe lag und nur gut 15 Minuten von uns entfernt war. Dort schnappten wir die Rucksäcke und gingen einen Weg, der durch einen ausgeschwemmten Wasserkanal ging und nicht wirklich gut zu gehen war. Die knapp 400 Meter zum Monte Calva verliefen aber einen großen Teil im Wald, was sehr angenehm war. Zwischendurch kam uns einmal eine kleine Gruppe entgegen und ich dachte beim letzten nur, Du arme Sau, mit dem Gewicht kannst Du froh sein das du schon auf dem Rückweg bist, ihm lief die Brühe beim hinunter gehen schon herunter 😉 . Wir gingen aber den letzten Anstieg nicht nach Führer durch die Sonne, sondern nach dem GPS von hinten um den Berg herum durch einen Wald. Im Anschluss wieder durch einen Wald, der zudem auch markiert nach oben ging, ein Dank an die vielen Steinmännchen die sich dort aufgestellt hatten 🙂 . Am Gipfel angekommen genossen wir erst mal das Gipfelbier, dass diesmal dabei war und die tolle Aussicht auf die Berge, die Wälder und zum Meer versüßte. Ich schlug Isabelle vor wenn Sie noch nicht zurück wollte, dann noch einen anderen Weg zu gehen, den wir schon angedeutet auf dem Umweg hierher gesehen hatten und Sie meinte nur zu meinem Leidwesen klar, ist noch so früh. Wir also den Weg hinunter, der eigentlich unser Weg nach oben sein sollte und nicht wirklich schön zu gehen war. Unten auf dem Weg von vorhin angekommen wieder auf dem gleichen Weg etwas laufen, diesmal aber nicht Berg hoch sondern weiter gehen. Ich checkte zwischendurch mit dem Handy die ungefähre Länge, die uns bei der großen Runde bevor stand und kalkulierte diese noch mit ca. 12-13 Kilometer, aber Isabelle das zu erzählen war bei Ihrem Tempo nicht einfach. Als ich Ihr das endlich sagen konnte meinte Sie nur, egal, und wir gingen weiter. Wir liefen also einen doch ganz gut ausgebauten Weg zu einer Bergerie und Isabelle genoss erst mal die Ziegen die uns hier kreuzten, wobei ich diese lieber aß oder auch den Käse von ihnen 🙂 . Von dort ging es dann weiter über eine gute Piste, die wohl von den Wagen zur Versorgung der Bergerie genutzt wird. Der Weg war gut zu laufen und endlich konnte Isabelle marschieren und dabei abschalten, da Sie nicht auf der Weg zu achten brauchte. Der Weg war von dort noch mit über 8 Kilometer auf dem GPS angegeben und zog sich, aber von Isabelle kam kein Gemaule. Wir liefen also den doch noch recht langen Weg und hatten dabei aber schöne Blicke hinunter zum Meer und in die Berge und jeweils aus einer anderen Perspektive. Unterwegs fuhren nur 2 Jeeps und 2 Quads an uns vorbei, aber das war es auch schon. Nach der langen Wanderung wurde Isabelle aber nun auch müde und als wir dann noch einen Kilometer parallel zur Straße durch ein ausgetrocknetes Bachbett liefen, wurde Sie dabei immer langsamer. Am Auto angekommen meinte Isabelle, so, dass war jetzt eine schöne Tour und wir fuhren die paar Kilometer zurück zur Unterkunft. Als erstes ein Griff zum Wasserhahn und ja, es kam wieder Wasser. Isabelle duschte und ich putzte unsere Schuhe mit Persil und klarem Wasser 🙂 . Dann war leckeres Essen auf der Terrasse angesagt und dabei tranken wir Bier, Cidre und Wein. Dann fragte Isabelle ob wir Karten spielen sollen. Sie gewann direkt wieder ein paar mal, ich vergaß Ihre Punkte aufzuschreiben und so beendeten wir das Spiel mitten drin und schauten und Everest an. Toll, nach einem halben Jahr als ich dort war die Gegend wieder zu sehen und ich sagte zu Isabelle, ja, Kathmandu sieht immer noch so chaotisch aus und schau mal die beiden Hängebrücken, wir sind über die neuere obere gegangen. Sogar Namche Bazar zeigten Sie und ich sagte nur, da haben wir gepennt, da haben wir………. Nach dem Film war es 23 Uhr und wir gingen ins Bett, wobei ich erst mal den Film verarbeiten musste, denn wenn man schon zweimal dort gewesen war und erst ein Taifun bei den Hütten am Annapurna viele Menschen tötete und anschließend das Erdbeben dort sehr viel Schaden und Tote forderte, macht das Nachdenklich.

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