Rundreise Nordspanien Teil 3


Samstag 01.06.2019

Da hier in Cervera de Pisuerga noch ein Wanderweg ausgeschildert war, stellten wir das Auto neben einer Halle in den Schatten und liefen Senda del Oso. Erst ging es am Wasser vorbei, aber nachher teils über Wissen und durch den Wald aber meist ohne Schatten. Heute hatte die Sonne Kraft und wir freuten uns über jeden Baum. Bei dieser Wanderung war das Ziel ein See und die Höhenmeter hielten sich in Grenzen. Die Wanderung war okay, aber kein Highlight, aber besser als gar keine zu machen.

Nach der Dusche und etwas essen, ging es weiter durchs Gebirge und die Aussichten dabei waren richtig schön.

Zu Schade um schon nach Leon zu fahren und so fuhren wir in ein ganz kleines Dorf namens Cardaño de Arriba, wo die Senda de las Lomas startete. Wir stellen uns hier auf den Wanderparkplatz, der sich nach und nach leerte. Isabelle machte sich etwas Sorgen wegen der 700 Höhenmeter über 12 Kilometer, aber ich beruhigte Sie damit, dass wir jederzeit umkehren könnten. Hier war jetzt erst mal etwas Kochen und Essen angesagt, ein Restaurant gab es hier nicht.

Sonntag 02.06.2019

Ziel der heutigen Wanderung war außerdem, nicht Samstag in Leon anzukommen, da es dann bestimmt schwierig mit einem Parkplatz werden würde. So starteten wir nach unserm täglichem Frühstück und Dusche die lange Wanderung nach oben. Der Weg schien beliebt zu sein, den schon früh kamen die ersten Autos mit Wanderer. Am Anfang ging der Weg erst langsam bergauf, später aber dann doch immer steiler. Wir hielten Ausschau nach den Rindern, die gestern per LKW hierhin gebracht worden waren, aber wir sahen zuerst Andersfarbige, also nicht die von gestern.

Dann sahen wir eine Kuh mit Ihrem Kalb, welche wohl aus der Herde waren. Das Kalb war schwach und sehr langsam und die Mutter rief das Kalb immer, das es bei kommen soll. Als dies nichts half, schaltete sich Isabelle dazu und motivierte das Kalb mit lieben Sprüchen.

Wenig später im Berg, sahen wir dann die Herde vom Vortag. Wir gingen weiter und konnten auch sehen, dass die Mutter mit Ihrem Kalb später den Weg zur Herde gefunden hat. Der Weg war sehr schön und als wir oben am See ankamen und dort lag sogar noch etwas Schnee 🙂 . Wir machten ein paar Bilder und Isabelle war stolz, den Weg so souverän nach oben gelaufen zu sein.

Wir aßen etwas und es ging nun zügiger den Weg nach unten zurück zum Auto. Nun ging es nach Leon, die Stadt, die wohl eine der schönsten in Nordspanien sein sollte. Der Stellplatz in Leon war schön und nicht weit vom Stadtzentrum entfernt und auch der Lärm hielt sich trotz der Autos in Grenzen. Wirklich toll hier in Spanien ist, dass eigentlich alle Stellplätze hier gratis sind und meist auch noch für Wasser gesorgt ist. Wir gingen in die Stadt und schauten uns etwas um, nicht ohne uns zwischendurch ein Bier zu gönnen.

Die Stadt war ganz nett, aber irgendwie sind die Städte schon recht ähnlich. Wir fanden eine Bar mit dem Namen Jamon Jamon, und wie sollte es anders sein, gab es zu jedem Bier und Wein ein Teller mit Schinken und Käse dabei. Irgendwann ging kein Schinken mehr hinein, was man vom Wein nicht sagen konnte. So gingen wir noch etwas umher und im Anschluss in eine Pizzeria, damit Isabelle auch noch etwas zu essen bekam. Mit einer Flasche Wein im Bauch und den Resten der Pizza in der Hand ging es zurück und ins Bett.                

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Montag 03.06.2019

Da Sonntags alle Geschäfte geschlossen waren, beschlossen wir uns Leon noch anzuschauen, wenn die Geschäfte geöffnet waren. Lustig war, dass hier wohl auch deutsches Brot beliebt war.

Die Geschäfte bereicherten die Stadt nicht wirklich, also für uns und so liefen wir nur nochmal die Sehenswürdigkeiten ab. Da wir auf dem Weg nach Leon noch eine Tafel mit den Picos de Europa gesehen hatten, wollten wir bevor es zurück an die Küste ging, dort mal schauen ob wir zwischen den Picos, eine oder zwei Wanderungen machen können. Der Weg in die Berge zog sich, aber die Aussichten zwischen den Bergen war richtig toll.

Wir fanden einen Stellplatz in der App ParkforNight, einen bei dem man durch einen niedrigen Tunnel musste, was für unsern Ducato aber kein Problem war. Gut das uns auf der 4 Kilometer langen Straße nur ein Auto entgegen kam, mit einem LKW oder zweitem Wohnmobil wäre es echt eng geworden. Das Wetter heute war toll und auf dem Parkplatz waren wir alleine. So schauten wir uns kurz den Ort Soto an, bevor wir uns mit dem Abendessen auseinander setzten. Auch konnten wir hier endlich mal die Markise ausfahren, geil wie groß die ist. Wir überlegten uns dann wohl später mal einen Campingplatz zu fahren, mit der Ausrüstung war dies möglich. Nach dem Essen gab es noch ein Film und dann wurde geschlafen.     

Dienstag 04.06.2019

Nachdem Frühstück machten wir uns erst zum Ort auf und dann nachdem wir die Wandertafel wieder studiert haben, auf in Richtung Berg. Da dort nur eine Richtung angegeben war und wir keine Lust hatten, schaute ich in OSMAND nach und sah, das man auch eine Runde gehen konnte. Da es heute nicht so sonnig war, hatten wir auch kein Problem mit dem Berg. Schon von weitem sahen wir den Berg den wir umrunden mussten bzw. laut Karte unser Ziel war. Dort oben angekommen, waren dort einige Pferde auf der Wiese.

Es ging um einen Gipfel herum und auf der anderen Seite mussten wir uns durch eine Herde Kühe schleichen. Von dort war der Weg etwas schwerer zu finden, aber mein App tat gute Dienste. Am Ende des kleinen Pfad konnten wir den direkten Weg ins Dorf nehmen, aber wir entschieden uns für einen der richtigen Wanderwege. Dieser verlief nun die meiste Zeit durch den Wald und endete nach zig Wegwechsel im Dorf.

Das Wetter war nun schon stark bewölkt. Wir duschten und machten uns auf den Weg zur Küste. Gerade losgefahren, fing es an zu regnen, erst wenig, dann immer mehr. Auf der Hauptstraße ging es dann durch eine beeindruckende Schlucht, durch die gerade so die Straße und der Fluss passte. Richtig genießen konnten wir die Fahrt jedoch nicht, da der Regen immer mehr wurde. Bei schönem Wetter und wenn es warm ist, kann man hier bestimmt einiges machen.

Wir wollten aber nur noch zum Meer, mit der Hoffnung auf etwas besseres Wetter. Kurz vor der nächsten Stadt, war die Straße einfach gesperrt. Da kein Hinweisschild da war, zeigte uns Onkel Google an, das ein paar Kilometer vorher eine Straße den Berg hoch ging. Ich schreibe jetzt nichts über die Fahrt auf der wirklich kleinen, engen, steilen und kurvenreiche Strecke, aber es war der Horror. Als wir endlich wieder auf einer richtigen Straße waren, machten wir in der nächsten Stadt einen Zwischenstopp, setzen dann aber den Weg fort nach Ribadesella. Dort am Meer in der Bucht machten wir aber nichts mehr, es war nur am Regnen und auch das Essen bereiteten wir selbst zu.

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