Rundreise Normandie – Teil 1


28.08.2020 Die Anreise mit Übernachtung in Le Rœulx

Bevor Corona kam, planten wir für Anfang September nach Katalonien zu fahren um dort schön zu wandern. Da dort aber im Moment Corona Risikogebiet war, musst ein anders Ziel her. Mecklenburgische Seenplatte hatten wir doch keine Lust, nachdem wir das ganze Jahr schon immer für nee Woche in Deutschland unterwegs waren. So beschlossen wir einen Trip in die Normandie zu machen, auch weil dort die Ampel noch auf grün stand. Anfang sollte der Ort Bergues sein, wo der Film „Willkommen bei den Sch’tis“ gedreht wurde und das Ende sollte vor „Mount St. Michael“ sein, da wir dort unsere Reise in die Bretagne beendet hatten. Also ging es Freitag nach der Arbeit los, um die ersten Kilometer hinter uns zu bekommen und das Gefühl von Urlaub zu bekommen. Der Weg führte uns über Luxemburg nach Belgien, wobei doch schon einiges an Verkehr war, irgendwie nicht wie zu Corona Hauptzeit. Wir fuhren bis etwas 21 Uhr und fanden wie immer einen Stellplatz in „Park for Night“. Der Ort hieß „Le Rœulx“, wobei wir nicht im Ort parken, sondern einen letzten Platz in der Reihe direkt vor einem Schiffskanal aufsuchten, dem „Canal du Centre“. Toll war die Lage, es war  zwar schon dunkel, dies hatte aber auch seinen Reiz.

29.08.2020 Weiterfahrt nach Bergues und die Küste

Nach einer guten Nacht wurde erst mal gefrühstückt und dem bisschen Schiffsverkehr zugeschaut. Wir sahen im Internet, dass es hier eine Besonderheit gab, ein hydraulischen Schiffshebewerke, was sogar seit 1998 unter UNESCO-Weltkulturerbe stand. Wir schauten uns also erst mal das alte und im Anschluss das neue Schiffshebewerke an und machten so erst mal ein paar Kilometer. Schön war es und schon im Visier für später mal ein Wochenende zu verbringen.

Dann fuhren wir weiter nach Bergues, natürlich ohne Mautstraßen, wie eigentlich immer, wir hatten Zeit und waren nicht auf der Flucht 😉 . In Bergues angekommen, fing es an zu regnen, nicht etwas, sondern richtig wild. Wir liefen etwas umher und waren überrascht, dass es wirklich ein schöner Ort war, toll bei schönem Wetter.

Dann machten wir uns auf den Weg zur Küste und stellten uns an die Küste in der Nähe von Escalles, wo wir erst mal einen Küstenspaziergang unternahmen. Wirklich toll war es hier, die Steilküsten sind in Wirklichkeit viel schöner als auf Bilder. Auch unsere Fähre für Südengland sahen wir, hoffen wir, dass es nächstes Jahr was wird mit dem Trip 🙂 .

Wir liefen eine gute Strecke und es ging zum Auto zurück. Dann suchten wir uns einen Stellplatz und gingen duschen, auch weil es doch schon gut warm wurde. Isabelle sah dann, dass Wasser unter der Dusche heraus floss, Mist, wo kam dass her. Ich hatte vor dem Urlaub die Silikonfuge zwischen Duschwanne und Wand neu ausgespritzt und siehe da, das Silikon war ganz weich und war gar nicht fest geworden. Es war schon 17 Uhr aber wir fanden einen Baumarkt in der Nähe Dank Google. Schnell waren wir dort und auf dem Stellplatz vom Duschen hatten wir eh keine Lust. Dort kauften wir gutes Henkel Silikon und eine billige Spritze. Dann ging es etwas weiter an die Küste entlang oberhalb eines Steilhangs auf einen Stellplatz und mit 10 € noch im Preisrahmen 🙂 . Dort rauszugehen war nicht mehr möglich, es regnete in Strömen und so kochten wir erst mal. Die Dusche sparten wir uns für morgen auf und schauten lieber einen Film. Mensch war es hier auf der Klippe stürmisch.

30.08.2020 Le Touquet-Paris-Plage und Cayeux-sur-Mer

Nachdem es die ganze Nacht geschüttet hat und auch am Morgen noch am Regnen war, machten wir uns nach dem Frühstück erst mal daran, die Silikonfuge neu auszuspritzen. Unser Wundermittel sollte nach 1 Stunde schon so weit sein, dass das Duschen möglich war. Also erst alles raus und dann neu ausspritzen und irgendwie sah es danach besser aus, als zuvor von den Adria Spezialisten gemacht worden war 😉 . Dann machten wir uns langsam fertig und kamen nicht mehr aus dem Platz heraus, da der blöde Automat unsere Karte nicht wollte. Isabelle rief den Typ auf dem Schild an und der war dann in kurzer Zeit da. Er prüfte die Karte und da natürlich nix ging, lies er uns so raus. Isabelle gab Ihm die 10 €, so dass es sich für Ihn gut rentiert hat 🙂 . Wir fuhren dann als erstes nach Le Touquet-Paris-Plage, ein Touristenort wo richtig was los war.

Trotz Masken in der Fußgängerzone, war diese voll und nichts für uns. Wir fuhren weiter nach Cayeux-sur-Mer und stellten unsern Adriano einige Kilometer vor den Ort auf einen kostenlosen Parkplatz für Wohnmobile hinter einem Damm. Dann machten wir uns nach dem Duschen auf und liefen eine lange Strecke am Meer entlang, mit dem Ziel, in Cayeux-sur-Mer etwas zu Essen. Dort angekommen, schauten wir uns erst mal etwas um, bevor Isabelle das beste Restaurant anrief und dort noch den letzten Tisch ergattern konnte. Da noch Zeit war, schauten wir uns noch länger um……. Gegen 19 Uhr, waren wir nicht die ersten im Restaurant, aber fast. Wir bestellten uns ein Menu, da dabei das Dessert heraussprang. Das Essen war ganz gut, aber leider zog sich alles in die Länge, auch, weil alle Tische belegt waren. Etwa eine halbe Stunde bevor die Sonne sich schlafen legte, verzichteten wir auf das Dessert und zahlten, so dass wir gerade noch im Dunkeln am Adriano ankamen.

31.08.2020 Le Tréport und Dieppe

Nachdem Frühstück, ging es weiter an der Küste entlang und hinter Tréport suchten wir uns einen Parkplatz am Straßenrand und gingen oberhalb der Steilküste etwas umher. Tréport schauten wir uns nur von oben an und gingen dann zurück zum Auto.

Wir fuhren weiter nach Dieppe und von dort noch einige Kilometer weiter. Dort fanden wir einen Parkplatz, der auch zum Schlafen taugte und wir hatten von dort nur ein paar Meter, um den tollen Blick aufs Meer zu genießen. Dann liefen wir einen nicht ganz so schönen Weg nach Dieppe und schauten uns den Ort an, der sogar noch ganz nett war. Hier war wieder etwas mehr los, leider aber wieder nur mit Maske zu besichtigen.

Gegen Nachmittag zurück zum Adriano, liefen wir noch am Strand entlang. Da wir dort wirklich viele Muscheln im Watt sahen, holte ich eine Schüssel und wir sammelten welche ein. Dann kochten wir etwas und putzten die Muscheln, so gut wie es ging. Wir schauten uns den herrlichen Sonnenuntergang an und als es dunkel wurde, gab es etwas zu Essen. Die Muscheln kochten wir Gottseidank separat, diese waren dann immer noch mit so viel Sand, so dass wir nur einige aßen 😉 . 

01.09.2020 Veules-les-Roses und Étretat

Alleine waren wir nicht diese Nacht, es standen nachher 3 oder 4 Wohnmobile neben uns. Dann ging es weiter an der Küste entlang mit teils schönen Ausblicken und der nächsten Destination, Veules-les-Roses. Wir stellten unser Auto auf einen kostenfreien Parkplatz am Straßenrand und besichtigten den verträumten Ort. Hier tummelten sich wieder viele Leute, was wir auch verstehen konnten. Vom Strand hatten wir dann auch wieder einen schönen Blick auf die Kreidefelsen.

Weiter ging es nach Saint-Valery-en-Caux, einem Ort direkt am Meer. Den Stellplatz fanden wir nicht so toll um zu übernachten und auch den Ort selbst, konnte uns nicht so begeistern. Nach einer Besichtigung und einem Mittagessen, machten wir uns auf nach Fécamp, wo wir erst mal lange einen Parkplatz suchten.

Von dort aus liefen wir aber nur zu einem Kloster und kauften eine Flasche Kräuterschnaps mit dem Namen D.O.M Bénédictine. Dann machten wir uns auf nach Étretat, wo wir Aufgrund der schlechten Parkplatzsituation einen Bezahlstellplatz 😉 anfuhren und dort auch übernachteten.

02.09.2020 Wanderung auf den Kreidefelsen von Étretat und Honfleur

Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um die Wanderung die im Reiseführer beschrieben war, zu unternehmen. Am Strand von Étretat sah man zur linken schon die Bögen, die das Meer hier in den Kreidefelsen geformt hatte. Wir gingen den Pfad, der wegen Corona nicht zu überlaufen war, gemütlich hinauf und schauten uns immer wieder mit anderen Blickwinkeln die Felsformationen an. Richtig toll und erst recht bei dem schönen Wetter. Immer wieder kamen neue Ausblicke und wir genossen einfach nur die Stimmung hier. An einem Aussichtspunkt, machte ein Typ der dort mit seinen Drohnen beschäftigt war, ein paar Bilder von uns 🙂 . Am Ende des Weges an einem Wehrmachtsbunker gingen wir dann ins Landesinnere und zurück zum Adriano.

Nach dem Zahlen fuhren wir nach Honfleur, was im Reiseführer als schöner Ort beschrieben war und an der Mündung der Seine lag. Dort mussten wir aber erst gegen eine Mautgebühr die riesige Seine Brücke überfahren, was schon ein Erlebnis war. In Honfleur angekommen, gab es gegen Bares einen Stellplatz am Kanal, wobei die Aussicht noch nett war, der Stellplatz aber mehr ein Parkplatz im Industriegebiet glich. Dafür war der Weg ins Zentrum mit Maske nicht allzu weit. Der Kai mit den wuchtigen Häusern wirkte schon toll, wobei bei blauem Himmel es bestimmt noch viel schöner ausgesehen hätte. Wir schauten uns die Kirche von innen und der Turm von außen an, die als Besonderheit komplett aus Holz waren. Weil der Hunger auch wieder anstand, schauten wir nach einem guten Restaurant, welches wir auch fanden. Da dies direkt bei der Kirche war und zufällig die Beschäftigten kamen, war uns ein Tisch im kleinen Restaurant sicher. Wir liefen noch etwas herum, bevor es dann zum leckeren Essen ging.

03.09.2020 Deauville und Cabourg

Am Morgen ging es weiter nach Deauville, eine größere Stadt am Meer liegend. Wir suchten uns einen freien Parkplatz im Hafengelände und machten uns auf in die Innenstadt. Hier war Markt am Hafen und eigentlich sah man nur Leute Meeresgedöhns futtern. Die Restaurants reihten sich hier aneinander und man hatte wirklich das Gefühl, die Stadt ist nur zum Essen da. Nett war sie, wenn auch nicht so für uns. Auf dem Weg zum Auto ging es dann in ein Restaurant, wo wir uns ein Mittagsmenu in einem Sternerestaurant gönnten. Lecker war es und der Service top, hier konnte man zu dem Preis echt nicht maulen.

Weiter mit vollem Bauch ging es hinter Cabourg auf einen kostenfreien Stellplatz direkt hinter den Dünen. Wir packten die Räder aus und machten eine Tour nach Cabourg. Hier war eine endlose Strandpromenade, welche wir teil zu Fuß gingen, weil das Radfahren hier nicht erlaubt war. Man kam sich vor wie nur unter alten Leuten, irgendwie als ob die hier alle Kur machten. So ging es nach einer Besichtigung und einem kurzem Stopp beim Bäcker zurück.

04.09.2020 Bayeux und Vierville-sur-Mer

Am Morgen ging es nach einer guten Nacht weiter nach Bayeux wo wir am Stadtrand einen Parkplatz fanden und in wenigen Minuten im Zentrum waren. Das Zentrum, welches diesmal nicht an der Küste war, gefiel uns sehr gut. Stimmig war hier die Archetektur und wirkte auf uns sehr harmonisch mit den Sandsteingebäuden und teils schmalen Gassen. Die Kathedrale war schon sehr mächtig für diesen überschaubaren Ort. Nach einer leckeren Sushi-Platte, schauten wir uns noch etwas den Ort an bevor es weiter zu Küste ging.

Dort wurde unser Endziel Vierville-sur-Mer, nicht wegen des winzigen Orts, mehr weil wir hier in einer Seitenstraße auf einem Parkplatz mit Blick auf das Meer direkt vor dem Strand stehen konnten. Wir liefen nun noch lange an dem schönen Sandstrand entlang, bevor es im Adriano kalte Küche zum Abendessen gab.  

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