Überwintern im Süden 2022/23 November


28.10.2022
Es war soweit, der letzte Arbeitstag war Geschichte und Freitag tags darauf starteten wir unseren Trip in den Süden, der uns den Winter angenehmer machen soll. Gut das ich viel Homeoffice machen konnte, so hatten wir genug Zeit um alles vorzubereiten, auch das Wochenende zuvor, half uns, da wir Zuhause blieben. Nun starten wir so gegen 11 Uhr, da alles noch Zuhause für die nächsten fünf Monate vorbereitet werden musste, also auch Strom und Wasser aus. Es ging zuerst nach Luxemburg, AdBlue tanken, Reifendruck prüfen, Tanken, dabei Diesel und Gas. Dann erst mal über die Autobahn in Richtung Nancy, was immer auf der Autobahn war. Dann ging es weiter über eine gute Landstraße zum nächsten Etappenziel, Dijon, die Senfstadt 😉 . Auf dem Weg dorthin suchten wir uns einen Platz zum übernachten und witzigerweise landeten wir in einem Kaff Namens Bourmont-entre-Meuse-et-Mouzon, in dem wir schon zweimal mit dem Adria Stopp zum Entsorgen gemacht hatten 🙂 . Da es schon spät war, gingen wir nur eine kleine Runde und machten dann Essen, um danach mit einem Film früh einzuschlafen.

29.10.2022
Am Morgen waren erst mal die Anderen dran mit Wasser ablassen und tanken, der Stellplatz lag an der Wohnmobilsparstraße, so das wir dort nicht alleine waren. Wir nahmen uns Zeit und es ging erst mal weiter nach Dijon, was noch etwa 150 Kilometer entfernt lag. Dort war natürlich kein Etappenziel und so ging es weiter nach Clermont-Ferrand, um uns dort festzulegen ob es nach Nordspanien geht, oder ans Mittelmeer. Wir kamen gut voran und waren gegen 16 Uhr am Lidl, um erst mal Futter zu kaufen. Wir einigten uns auf das Mittelmeer, da laut Wettervorhersage es an der Nordküste Spaniens schon frischer werden sollte. So ging es weiter auf die A75 in Richtung Süden. Für den geplanten Stellplatz war es dann doch zu weit und Isabelle fand in La Chapelle-Laurent auf 1000 Meter Höhe einen Platz. Wir waren nur zu dritt, aber Platz und Wasser war umsonst und auch eine saubere Toilette stand für uns bereit. Dort machten wir nichts mehr außer Kochen und Film schauen und hatten eine ruhige Nacht, trotz der Straße im Rücken.

30.10.2022
Erst ging es durchs Dorf, welches ein Laden mit lokalen Käseprodukte hatte. Wir deckten und für 20 € ein und machten uns dann weiter auf, um in einem Nationalpark zu Übernachten. Schnell waren wir wieder auf der Autobahn, doch nicht für lange. Wir fuhren schon ein paar Kilometer weiter ab, um in Saint-Flour einen Tankstopp einzulegen, da wir den Tank doch schon gut geleert hatten. Als wir duch den Ort fuhren waren wir Überrascht, schön war es hier, und so hielten wir nach dem Tanken nahe der Stadt und schauten uns diese erst mal an, welche schön auf einem Felsen thronte. Dann ging es weiter in den Nationalpark Parc naturel régional de l’Aubrac. Wir einigten uns dort auf einem Bauernhof zu Übernachten und staunten nicht schlecht, wie viele Wohnmobile hier standen, wahrscheinlich weil er gratis war und der Laden frisches Fleisch anbot. Wir kochten aber erst mal unseren Fisch und machten Lila Kartoffelstampf, welches schon anders schmeckte. Draussen war es schon zu kalt und irgendwie waren wir müde und Isabelle meinte um 21 Uhr, wir sollten schlafen 🙂 .

31.10.2022
Die Nacht war nicht so gut wie die vorherige, einfach zu viel Wind und dann auch noch etwas Regen. Ich stand in der Nacht auf, um den dämlichen Tisch in Sicherheit zu bringen 🙁 , damit der nicht zum Teufel fliegt. Da wir ja schon früh schliefen, war für mich die Nacht schon gegen 6 Uhr zu Ende, gerade auch, da wir ja jetzt nee Stunde durch die Winterzeit gewonnen hatten 😉 . Nach dem Frühstücken verstauten wir erst mal alles in der Garage, bei dem Wind war es Quatsch, außerdem war ein Tisch vor unserer Nase. Wir machten uns fertig, um mal eine Strecke zu wandern. Ziel war erst mal Laguiole, also der Ort zu dem der Bauernhof gehörte. Nachdem wir einen Teil über die Straße hinter uns gebracht hatten, waren dann Feldwege dran bis wir schließlich im Ort ankamen. Das Erste was wir sahen war eine Bäckerei mit vielen Leuten vor der Tür, da ist schon ein großer Unterschied zwischen den Deutschen und Franzosen, die lieben Ihre Läden, bei uns gibt es ja nur noch so Scheiß Ketten mit Gammelbrot, wo man sich echt überlegt, im Aldi zu kaufen. Wir stellten uns an und kauften etwas Süßes und ein Brot für den nächsten Morgen, da ich heute Pfannenkuchen machen musste, Brot fing an zu schimmeln 🙂 . Wir schauten uns den Ort an und auch er gefiel uns gut mit den tollen Geschäften und auch dem Flair. Wir machten von hier aus eine 3 Kilometer Runde zu den Wasserfällen, na ja, niedlich waren sie 😉 . Zurück im Ort futterten wir unsere Teilchen und Mensch, waren die Lecker und kosteten dazu noch nur die Hälfte des Drecks in Trier. Nun wieder zurück zum Stellplatz und erst mal ein Kaffee machen. Nach dem Duschen schrieb ich mal die Tage der ersten Tage nieder und schaute ob alles mit dem Handy klappt 🙂 . Vor dem Kochen ging es in den kleinen Laden des Bauernhofes und es musste für mich ein Rindersteak her, gut nachher waren es zwei aber dafür kleine 😉 . Das Essen war auch diesmal richtig lecker, auch wegen dem Rind vom Hof.

01.11.2022
Die Nacht war gut, auch wenn es in Strömen geregnet hat, dafür hat der Wind im Laufe der Nacht nachgelassen. Zum Frühstück gab es heute wieder Ei mit Blick auf den Bruder des Rindes, welches gestern auf meinem Teller lag, hat mich aber nicht wirklich gestört 😉 . Dann machten wir uns fertig und es stand jetzt fest, die Mittelmeerküste wird unser Ziel sein. Wir fuhren nach dem Aufräumen erst mal durch viel Landschaft, die aber fast wie Eifel aussah nur auf 1000 Meter Höhe. Ziel für heute sollte hinter Millau liegen, den Ort kannten wir schon, da wir schon mehrmals dort durchgefahren sind, um die Maut über die sonst kostenfreie A75 zu sparen. Etwa 40 Kilometer vor Millau, kamen wir an Sévérac d’Aveyron vorbei und Isabelle meinte der Stellplatz kostet 2 Euro zum Wasser tanken aber die Bewertungen waren super. So machten wir erst mal Stopp dort und leerten die Toilette und nach dem einmal umher schauen wollten wir hier nee Nacht bleiben. Erst dachte ich das Dorf besteht nur aus einem Chateau, aber als wir in die Altstadt gingen, waren wir begeistert. Kaum Leute da, aber der Ort sah aus, als wäre hier die Zeit stehen geblieben. Die Gemeinde hat etwa 100 Jahre Alter Bilder ausgehangen und diese sahen fast aus wie Heute. Das Chateau war offen und der Zahlschalter war geschlossen, so das wir uns gemütlich im Schloss umschauen konnten. Nach der Besichtigung dann zurück und erst mal Räder fertig machen. Wir fuhren noch nee Stunde umher und ich muss sagen, die Landschaft gefiel mir wirklich super. So war es doch ein schöner Tag geworden, der mit so viel Regen gestartet hatte.

02.11.2022
Nach einer ruhigen Nacht, stand heute die Weiterfahrt an. Wir wollten erst mal noch im Nationalpark bleiben und so fuhren wir nach Roquefort,  bekannt durch den strengen Schafskäse.  Der Stellplatz stellte dich dann als nicht Übernachtenswert heraus,  so daß wir uns lediglich den Ort mit den Käsereien anschauten und dort auch etwas Käse kauften, um demnächst nee leckere Soße daraus zu machen.  Wir entschieden uns, nicht noch weiter in den Nationalpark zu fahren,  da wir sonst immer weiter von der A75 weg kamen und so beschlossen wir jetzt mal nach Spanien zu fahren.  Nachdem wir vom Hochplateu herunter waren,  sahen wir ein Schild mit einem See und auf der Karte sah er schon groß aus. Also runter von der Autobahn und als wir dort waren, hey, hier waren wir März 2021 auf der anderen Seite nach einer Wanderung.  Wir gingen noch etwas einkaufen und machten noch einen kleinen Spaziergang am Wasser vorbei.  Der Stellplatz des Campingplatz war geschlossen aber wir stellten uns mit weiteren Wohnmobilen einfach vor dem großen Platz des Campingplatzes.

03.11.2022
Nach einer ruhigen Nacht am See, fing es am Morgen an zu regnen, erst leicht, dann richtig heftig. Wir stiegen erst gar nicht aus dem Homi aus, sondern machten uns fertig, um nach Spanien zu fahren. Hinter den Bergen lies der Regen nach und wir füllten erst mal für 1,67€ der Liter den Homi auf. Dann ging es weiter zur Grenze und irgendwie hatte ich die Fahrt darüber schlechter in Erinnerung. In Spanien angekommen, fanden wir einen Stellplatz etwas 10 Kilometer von L´Escala. Wir machten direkt unsere Räder fertig, da es schon 15 Uhr war. In L´Escala angekommen fuhren wir zum langen Sandstrand. Dort war aber alles zu, außer ein Spar zum Bier kaufen. So tranken wir dieses mit Blick aufs Meer. Bei der Fahrt zurück, sind wir dann im alten L´Escala angekommen, so wie ich es in Erinnerung hatte. Wir beschlossen hier nochmals hin zu kommen, da es wenig später schon dunkel. Auf der Rückfahrt entdeckte Isabelle viele Wohnmobile an der Seite und wir checkten den Platz, toll, in der Nebensaison gratis und nah an L´Escala um dort auszugehen, den machten wir auf die Favoritenliste. Im Homi wurde nur noch gegessen, da dort im Ort nichts war.


04.11.2022
Die Nacht war echt ruhig im Ort und wir wollten unseren Plan für heute machen. Leider wurden die Zahnschmerzen von Isabelle immer stärker und wir mussten handeln, Flug nach Deutschland um den Termin Ende November wahrzunehmen oder hier nach einem Zahnarzt zu schauen. Ich schaute mal in Rosas, was nicht weit war und da es auch ein Touristenort mit vielen Ärzten war. Ich fand eine Ärztin mit super Bewertungen und Isabelle fand die Bewertungen auch toll. Nach einem Anruf hatte Sie für 14 Uhr einen Termin. Wir waren schon früh in Rosas und Parkplatz war auch in der Nähe der Zahnärztin. Wir warteten aber erst mal das Gewitter ab und Isabelle ging um kurz vor 2 rüber. Um zwanzig nach zwei stand Sie in der Tür und meinte nur, „Befreit, der Zahn ist draußen!“. Wo der Trierer Zahnarzt sich nicht dran traute, der zum überwiesene Chirurg erst 2 Monate später einen Termin hatte, war in Spanien ohne OP in ein paar Minuten möglich, mit dem Kommentar, der ist nicht schwer zu ziehen, da die Ärztin auch Deutsch konnte. Endlich hatte auch Isabelle Ruhe und zu allem Glück, war auf dem geplanten Stellplatz auch noch viel Platz frei, was sich aber den Abend später änderte. Wir machten einen Spaziergang nach L´Escala und tranken dort erst mal ein Bier und im Anschluss wurde mit Meerblick auch zu Abend gegessen. Der Weg zurück mit kurzer Hose war richtig kalt 😉 .

05.11.2022
Hier war wirklich bis 22 Uhr Betrieb, weil wohl auch die Spanier und Franzosen den Platz kannten und den benutzen wollten. Da der Platz aber ohne Beleuchtung, war irgendwann Ruhe. Wir waren beide früh wach und machten uns fertig für die Fahrradtour, die für heute anstand und uns nach L’Estartit führen sollte. Die Tour ging abseits der Straßen über einen Bergrücken, der einen großen Teil aus einem Feldweg bestand. In L’Estartit angekommen, war aber doch noch etwas los, wahrscheinlich auch weil heute Samstag war. Wir machten am Ende der Promenade erst mal Picknick mit einem Wunderschönen Blick aufs Meer. Dann wählten wir den gleichen Weg zurück und wollten eigentlich in L’Escala noch etwas trinken, aber die Spanier waren noch voll am futtern und somit waren keine guten Plätze mehr frei. Wir setzen uns auf ein paar Stufen und unterhielten uns ziemlich lange mit einer Luxemburgerin und einem Österreicher, die in Luxemburg lebten. Dann ging es zurück und wir machten uns fertig für das La Gruta, wo wir uns ein tolles 3 Gänge Menu reinzogen. Mit vollem Bauch kugelten wir zurück und es war richtig toll, wieder gut in Spanien essen zu gehen.


06.11.2022
Eigentlich wollten wir nicht zweimal Fahrrad fahren, aber nach Rosas war es zum wandern zu weit. So ging es erst mal zum Lidl zum einkaufen um am Abend Paella zu machen. Wir kauften Doraden und alles, was man so in eine Paella rein werfen kann, auch Safran 🙂 . Während des Einkaufens fragte ich Isabelle ob wir unsern Platznachbarn nicht zum Abendessen einladen sollen, ich hatte am Vortag schon nette Gespräche mit Helmut. Isabelle fand das eine tolle Idee und Helmut hatte auch Lust zu kommen. So machten wir unsere Fahrt nach Rosas, welche über die guten Radwege meistens kein Problem war. In Rosas aßen wir nee Kleinigkeit, wobei das nur eine Touriabzocke war 🙁 . Auch war der Ort nicht wirklich schön, aber Isabelle hatte ihn in guter Erinnerung, aber mehr wegen der Zahnärztin. Am Abend kochten wir die Art Paella und wir hatten mit Helmut einen schönen, wenn auch langen Abend. Dafür das er nicht mehr viel trinkt, haben wir doch alle drei die Mütze voll gehabt 😉 .


07.11.2022
Isabelle wollte noch einen Tag länger bleiben und ich konnte nicht nein sagen. Sie wollten einfach etwas am Strand entlang laufen und so hatten wir einen ruhigen Tag. Wir trafen Helmut und er begleitete uns nach L’Escala. Dort angekommen, hatten die Restaurants noch Menu del Dia und wir gingen in ein Fischrestaurant, wo wir mir Blick aufs Meer drei Gänge mit Wein und Wasser für 21 Euro bekamen. Lecker war es und wir machten nicht mehr viel heute, duschen und nach einer Kleinigkeit Essen noch ein Film auf Netflix schauen.


08.11.2022
Heute ging es aber weiter, 4 Nächte am gleichen Platz war schon lange für uns. Wir verabschiedeten uns von Helmut und machten uns auf den Weg, um auf einem Stellplatz oberhalb von Tarragona unterzukommen. Der Platz war toll, 5 € für einen schönen Platz hinter einer Schranke, inkl. 400 Watt Strom, was aber auch für den Scooter mit 600 Watt reichte. Wir schauten uns den Ort La Selva del Camp an, der schon etwas hatte. Wir hatten für 3 Nächte bezahlt und wollten von hier eine Wanderung starten und einmal nach Tarragona mit dem Roller fahren. Für heute war aber nichts mehr geplant, der Rest der Paella wollte gegessen werden und auch die Dorade musste weg. So schauten wir uns nur noch den Ort an und gingen in den Supermarkt auf der gegenüberliegenden Seite einkaufen. Ich fuhr auch mal der Strecke mir dem Roller ab, die für morgen geplant war.

09.11.2022
Die Nacht war nicht so gut wie auf dem vorherigen Platz,  der Verkehr und der Zug nervte schon.  Wir machten uns fertig für unsere heutige Wanderung.  Der Camí del Rec war uns aber etwas zu kurz und so wählten wir eine Tour über den Gipfel Puig d’en Cama, der 717 Meter hoch war und uns 500 Höhenmeter einbrachte.  Schnell ging es aus dem Ort und die Natur wurde immer schöner.  Der Weg zum Puig d’en Cama zog sich aber mit teils steilen Anstiegen. Vom Gipfel hatten wir dann aber eine tolle Aussicht und machten erst mal Picknick.  Der Weg zurück ging nicht wie in Komot angegeben aber wir kamen schon noch am Camí del Rec an. Dort gingen wir bis zum Ende und kehrten dann nach La Selva del Camp zurück.  Dort gab es erst mal ein Milchkaffee mit Teilchen.  Wir gingen im Anschluss noch Olivenöl kaufen,  das hier gepresst und ungefiltert abgefüllt wird, Mensch war das lecker.  Mangels Restaurant kochten wir , wobei ich im Supermarkt mir zwei Bratwürste gönnte:-) . Ich schaute mir heute mal den Tatort an, wobei die Freiburger sind echt schwer zu ertragen und auch das Dialekt ist echt nicht hörbar;-) .

10.11.2022
Da wir ja oberhalb von Tarragona unseren Stellplatz hatten, war es natürlich Pflicht, dort einen Besuch abzustatten. Wir fuhren also mit dem Roller nach Tarragona, was Abhängig von dem Weg finden, einmal 17 Kilometer und einmal 20 war 🙂 . Angekommen war erst mal schön, dass es unheimlich viele Parkplätze für Zweiräder gab. Wir sind dann erstmal umher geirrt, bis wir schließlich den Rambla fanden, also die Hauptstraße in der Stadt. Dort war richtig was los, und wir liefen bis zum Ende an die Klippe, wo man unten das Meer sah. Von dort waren die römischen Bauten nicht mehr weit und wir verbrachten viel Zeit in der Altstadt. Zum Mittagszeit kam der Hunger und wir schauten uns einige Restaurants an und am Ende wurde es das La Cuineta. Wir bestellten und das 3 Gänge Menu für schlappe 18 Euro inkl. Wein und Brot und waren begeistert. Toll was die zum Essen brachten. Mit vollem Bauch machten wir nicht mehr viel, sondern machten uns langsam auf den Weg zum Homi. So hat uns Tarragona doch noch gut gefallen und das nicht nur wegen dem Essen.

11.11.2022
Die Weiterfahrt stand an und eigentlich wollten wir ca. 100 Kilometer weiter nach Süden fahren zu einem Nationalpark doch leider kam uns eine Stadt Namens Falset in den Weg und da uns die Gegend so gut gefiel, blieben wir einfach mal in der Stadt. Wir suchten uns eine Wanderung heraus und in der Touristeninfo bekamen wir noch einige Wandertouren, sogar in Deutsch in die Hand und viele Tipps. Wir wanderten unsere Runde, die zwar anstrengend aber doch sehr schön war. Da wir zu viel gekauft hatten, stand heute wieder Selbstkochen an, leckere Rotbarben mit Kartoffelauflauf, der Roquefort Käse musste weg 😉 .


12.11.2022
Heute wollten wir eine Radtour machen und als ich die Räder vom Halter nahm, war meins wieder Platt. Ich hatte den Schlauch erst vor der Abfahrt getauscht und auch der Händler in Trier, alles vergebens. Wir gingen wieder in die Touriinfo und die netter Dame vom Vortag gab uns die Adresse von einem Motorradhändler, der auch Sägen alles Art hatte und nebenbei auch Fahrräder 🙂 . Nachdem wir ihm einen Fahrradschlauch zu Verfügung gestellt hatten, schaute er sich die Sache genau an und machte sich richtig Arbeit damit, die Spanier können also nicht nur Zähne ziehen 😉 . Mit Luft in den Reifen, konnten wir unser vorher heruntergeladene Runde, doch noch machen. Doris und Martin mit denen wir am Vorabend etwas herum gequatscht hatten, fragte ich, ob sie nicht Lust hätten mit uns abends in Restaurant zu gehen und sie gaben mir Ihr okay. Ich änderte die Reservierung von zwei auf vier Personen ab. Das Essen im Brichs ear lecker,  die machten aber erst um 20:30 Uhr auf und wir wollten uns Zeit lassen,  also gemütlich erst mal Wein trinken und dann Essen aussuchen.  Da alles gut schmeckte, ließen wir uns Zeit und die Bedienung wurde immer ungeduldiger und nach dem Kaffee um 24 Uhr,  wurde für uns die Musik ausgemacht,  hey, wir sind in Spanien und die essen sonst so spät. 10 Euro Trinkgeld wunderten wieder ins Portemonnaie, da hat der Bursche halt Pech gehabt 😉 . Ansonsten hatten wir schöne Gespräche mit dem beiden gehabt.

13.11.2022
Heute war wieder Zeit zu wandern, da immer noch der große Fels zu suchen und besichtigen war. Ich wählte in OSMAND die Richtung aus, wo das Felsband sein sollte und wir machten uns auf den Weg dorthin. Die Landschaft war traumhaft und zog sich an einem Bach vorbei und irgendwann hatten wir das Gefühl in einer Jagt zu sein, da dort so viele Jäger zu sehen war. Wir änderten die Richtung um nicht zu viele Kilometer zu machen und nachdem wir einen Berg hoch kamen, hatten wir einen tollen Blick auf die Bergkulisse und ein kleines Dorf. Wir gingen zurück und hatten am Ende doch wieder 15 Kilometer gemacht. Wir fuhren aber weiter, aber nur ca. 30 Kilometer und Übernachteten in der Ebro-Ebene, am Anfang mitten in einem Fest 😉 .


14.11.2022
Wir blieben hier nicht, sondern fuhren weiter ins Ebro-Delta nach Roquetes, wo ein neuer Stellplatz war und es hier zur Zeit sogar den Strom noch umsonst gab. Wir wollten die grüne Fahrradtour machen, aber leider war diesmal Isabelles Reifen platt 🙁 . Wir kamen aber mit neuem Ventil noch zum Decathlon und ich kaufte erst mal den halben Laden leer. Bewaffnet fuhren wir in Richtung Stellplatz, wo die Tour entlang lief. Der Reifen hielt die Lust und wir taten alles bis auf ein Dichtmittelspay ins Wohnmobil. Die Tour war dann auf der alten Bahntrasse sehr schön, doch leider ging in einem langen Tunnel das Licht nicht und hunderte von Meter im dunklen ging gar nicht. Wir also zurück und unterwegs erst mal ein Bierchen trinken. Aus dem Abendessen im Restaurant wurde nix, hier im Ort war nichts schönes.


15.11.2022
Wir fuhren heute auf einen Parkplatz in die Serra de Montsià, wo auf einem der Bilder ein großes Loch im Fels zu sehen war. Ich lud die Rute herunter und wir gingen erst mal zum zweiten Parkplatz. Von hier ging es immer nur nach oben und der Weg zog sich, belohnte aber mit schönen Ausblicken und auch wurde es sonniger. Oben am Loch angekommen, war dies schon sehr schön. Beim Abstieg war leider ein Weg nicht mehr vorhanden und wir mussten einen Umweg machen aber müde kamen wir wieder im Homi an. Wir kauften im Lidl ein und es ging nach Peniscola auf einen Stellplatz für 8,40 €. Wir machten nicht mehr viel außer kochen.

16.11.2022
Wir wollten heute auf einen Campingplatz im Nationalpark Serra dˋIrta und da der Platz ca. 20 Kilometer über die Straße war, dachten wir uns wir machen dort erst mal eine Radtour hin. Isabelles Reifen war wieder Platt aber in ein paar Minuten war ein Selbstdichtender Gelschlauch eingezogen mit der Hoffnung, dass jetzt Ruhe ist. Die Straße zum Campingplatz war aber eine Schotterpiste und so verstanden wir, hintenherum den Weg zu fahren. Die Tour durch den Nationalpark war aber sehr schön und am Campingplatz angekommen, sah dieser auch ganz nett aus. Hier wollten wir ein paar Tage bleiben aber als die die Zufahrt über die Schotterpiste sahen, entschieden wir uns dagegen. Es war es nicht wert, dies unserem Fahrzeug anzutun und mit dem Scooter konnten man wir auch nicht durchfahren. Wir fuhren zurück und gingen erst mal super lecker Essen. Nach einer Dusche schauten wir uns dann noch Peniscola an, welches uns sehr gefiel und auch schon in einigen Filmen Schauplatz war.

17.11.2022
Da die Wäsche gemacht werden musste und wir auch mal ein paar Tage so mit Stühlen und allem vor der Tür Station machen wollten, stand heute ein Campingplatz an. Wir fuhren also nicht allzu weit zum Bravoplaya Campingplatz. Dieser und auch der Platz nebenan gefiel Isabelle gar nicht und ja, keine Infrastruktur und keine Wandergebiet. Wir fuhren weiter nach Benicàssim zum Bonterra Ressort und siehe da, dieser gefiel uns. Wir buchten 4 Nächte bis Montag und machten nur noch ein kleinen Spaziergang nach dem Ausbauen zum Meer.

18.11.2022
Heute ging es nach Castello de la Plana, eine Stadt ca.15 Kilometer entfernt mit 170 000 Einwohner. Wir wählten die Strecke immer am Strand vorbei, bis es dann in die Stadt ging. Wir fuhren etwas herum und nun gut, der Renner war die Stadt nicht. Wir schauten uns nach Menu del Dia um und fanden ein einfaches Restaurant mit im Keller. Das Essen war der Hammer, man fühlte sich wie bei Mama daheim und mit 18 € inkl. Wein für 3 Gänge voll günstig. Wir fuhren zurück und machten am Abend nicht mehr viel.

19.11.2022
Heute war das Wetter richtig toll und so fuhren wir mit dem Roller zum Startpunkt und machten eine Wanderung durch die Berge. Die Strecke war meistens auf gut ausgebauten Wegen und zog sich über 15 Kilometer. Am Abend wurde der Thunfisch mal verarbeitet mit Kürbis und Süßkartoffelstampf, lecker.