Tag 4 in der Provence. Wanderung „Gorges de Véroncle“


Aufstehen gegen halb acht, erst mal frühstücken, wobei es heute zu den leckeren Eiern auch noch guten Kaffee gab. Isabelle bestätigte mir das.
Dann wieder Tagesplanung, Spritztour, Fahrrad, wandern, Klettersteig…, dann einigten wir uns auf eine Wanderung in der Nähe. Die Wanderung aus dem Rother war wieder mal als schwarz = schwierige Tour eingestuft. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind kein Problem, aber bei der Orientierung sieht es etwas anderes aus. Gewohnt mit Navi zu starten und ab und zu mal zu schauen ob wir richtig sind ging nicht. Auch kam noch dazu das der Rother etwas älter war, wir hatten ihn beim letzten Provence Urlaub gekauft, was glaube ich drei oder vier Jahre her war. Ein Blick auf die Ausgabe bestätigte ALT, 2006.
Trotzdem wollten wir die Tour mit dem Namen ‚ Gorges de Véroncle‘ gehen, da ein Canyon, Seile und nee Eisenleiter doch schon an Klettersteig erinnern.
Also Gerödels packen und den beschriebenen Parkplatz suchen. Nach einigem suchen fanden wir diesen über den beschriebenen Schotterweg. Diesen hätten wir uns sparen können, da es von der anderen Seite ein geteerten Weg zu einer Ferienanlage gab.

Wir starten den Weg an den Hinweisschildern und fanden dort direkt das Schild Murs.
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Leider, denn der Weg war auch direkt der falsche 🙁 . Gut, der Rother kannte die Schilder nicht, aber der Hinweis durch das ausgetrocknete Bachbett zu laufen hätte helfen können. Wir wanderten also nach Murs, immer bei geschmeidigen dreißig Grad den Berg hoch. Ich glaube, das hat Isabelle schon ganz schön zugesetzt. Wir wunderten uns, dass die erste Mühle schon nicht da war wo sie hätte sein sollen. Aber ein paar Kilometer später waren wir neben der Straße die für uns die Richtige war.
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An der Mühle ‚Jean de Marre‘ angekommen, dachten wir na also, stimmt doch. Denkste, nun gingen wir den Weg anders herum und ich meinte in dem blöden Wanderführer stimmt ja gar nicht, den kannte in die Tonne werfen. An der Mühle gingen wir durch ein ausgetrocknete Bachbett, was sich als sehr schattig erwies.
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Leider falsch und irgendwann zurück, Berg hoch und wir waren wieder auf einem Weg, den wir als Alternative fanden und im Anschluss auch als Rückweg im Reiseführer. Wir wanderten nun also nach Murs, wo es erst mal etwas kühles zu trinken gab.
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Nun brachen wir den Rückweg an, erst etwas verlaufen, weil wir den Pfad anhand der Karte nicht eindeutig zuordnen konnten. Es fiel uns aber schnell auf und wir wechselten dann rüber auf den richtigen Weg. Bei dem wussten wir, es ist der Hinweg, was aber auch egal war. Etwas später gelangten wir auch fast auf den schattigen Pfad durchs Bachbett, wir, äh, ich wollte aber gerne den richtigen Weg folgen. Also hoch und runter und Isabelle wurde immer müder. Denke sie wäre mir gerne an die Gurgel gegangen aber ihr fehlte die Kraft 🙂 .
Irgendwann kamen wir auf unseren Weg vom Anfang und da wusste ich endlich was wir für ein Scheiß gewandert sind. Nee, die Route war schön, aber nicht die laut Wanderführer. Ich überredete Isabelle wieder zur Mühle zu laufen und von dort dem Wegweiser ins Tal zu nehmen, um endlich die Leiter und Seile benutzten zu können.
Kurz vor der Mühle erst mal was essen, was Isabelle gar nicht gut Tat und ihr mit Magenkrämpfen quittiert wurde. Wir gingen also am Wegweiser die Schlucht runter, die sich als sehr schön aber auch schwierig bestätigte. Wir mussten ja auch runter, hoch laut Führer wäre es bestimmt einfacher.
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Isabelle setzte sich unterwegs und wollte weinen, ich bat sie aber damit bis zum Auto zu warten, da sie dort mehr Zeit dafür hat 😉 .

Wir gingen öfters auf allen Vieren, hangelten uns an Seilen herunter und nach etwa einer Stunde kam die Leiter und die erste im Wanderführer erwähnte Mühle. Kurze Zeit später waren wir an der Ferienanlage, unser Auto stand also richtig 🙂 .

volle Distanz: 19116 m
Maximale Höhe: 571 m
Minimale Höhe: 186 m
Gesamtanstieg: 2786 m
Gesamtabstieg: -2738 m
Gesamtzeit: 06:45:51
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Es war eine abwechslungsreiche Tour, schon wegen der Beschreibung, die tolle Landschaft und auch die Länge von fast achtzehn Kilometer.
Isabelle erinnerte mich öfters an unsere Hochzeitsreise, wo wir eine mehrtägige Tour auf laufen Reunion durch die Mafate unternahmen.
Hier jedoch was es für sie am selben Tag geschafft, was damals nicht ging.
Wir fuhren in unser Feriendomizil , Isabelle ging duschen und danach ins Bett, ich trank ein paar Bierchen, aß etwas und ging später auch in die Heia.

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