Rundreise Kanada – Tag 2 – Von Hope nach Salmon Arm 2


Das Bett war okay, genau wie das ganze Zimmer kein Luxus war, aber insgesamt für die Preislage sehr schön war. Nachdem ich dann auch zügig eingeschlafen war, bin ich gegen ein Uhr wach geworden, was zehn Uhr unserer Zeit war, also super gut für mich in Deutschland die Nacht zu beenden. Hier aber nicht, schlafen konnte ich nun nicht mehr und so schrieb ich erst mal noch etwas an meinem Blog. Gegen zwei versuchte ich wieder einzuschlafen, was mir dann auch irgendwann gelang. Um sieben Uhr sind wir beide wach geworden, so das wir uns auf machten, um erst mal frühstücken zu gehen. Der Typ vom Hotel hat uns ein Café aufgeschrien, wo seine Gäste für 5 $ frühstücken konnten. Ich schaute bei Tripadvisor und die Bewertungen waren okay. Wir zogen uns an und gingen zum Café, welches noch zu hatte. Sonntags öffnete es erst um halb neun, also in einer Stunde. Wir gingen etwas hinunter an den Fraser River, der durch Hope seinen Lauf hatte.

Das Kleinstädtischen hatte Flair und war zu dieser Zeit noch sehr ruhig. Wir suchten das beste Café der Stadt, natürlich nach Tripadvisor und gingen dort hinein. Hier waren schon einige Tische besetzt. Wir bekamen ein Platz zugewiesen, wie das hier wohl üblich ist und nahmen erst mal Kaffee, wie bei Mutter Zuhause ein Filterkaffee, der dafür aber nicht schlecht war. Wir orderten eine Waffel, Pancake, an die Gerhard sich mit einem Lächeln im Gesicht erinnerten einen Muffin. Als alles kam, waren wir vom Ansehen schon satt. Ich fand alles lecker. Nur Isabelle war von den Pancake nicht begeistert. Den Muffin landete in ein Serviette in meinem Rucksack, weil es einfach zu viel war. Nach dem zahlen ab ins Motel, duschen und alles wieder ins Auto. Das Auto war riesig, hinter mir wo es sonst immer eng war, war richtig viel Platz. Auch die zwei großen Koffer im Kofferraum fielen nicht auf.

Nach einem Zwischenstopp im Supermarkt dann erst mal zu einer Attraktion, den Othello Quinette Tunnels, sowie 1914 für die Eisenbahn in den Berg getrieben wurden und nach 1959, der Stilllegung der Bahn zu ein Trail umfunktioniert wurde. Die Fahrt war kurz und wir waren nach dem Start schnell an den Tunneln.

 

Der Canyon der nach den Tunneln immer wieder zum Vorschein kam, war sehr schön und beeindruckte.

 

Nachdem wir diese abgegangen waren liefen wir wieder zum Auto zurück, denn ein Rundweg, der auf dem Handyapp zu sehen war, stellte sich als Weg über den Berg heraus. Es füllte sich nun auch hier, was wohl an dem Sonntag lag. Zurück am Auto fuhren wir auf den Highway, der uns erst mal schnell in ein Gebirge brachte, was wir am Tempo uns Spritverbrauch merkten, an der Kippe dann waren wir auf 1244 Meter Höhe. Nun wieder hinunter und in der Nähe von Merritt änderte sich die Landschaft schlagartig in eine Dürrelandschaft.

Alles war hier vertrocknet und wenn etwas grün war, dann durch Bewässerung. Mich erinnerte diese Landschaft an die Hochlagen von Nepal. Schön war es nicht, aber anders. Bei Kamloops wollten wir eigentlich einen Halt zum Besichtigen einlegen, machten das aber dann doch nicht, da uns hier zu viel los war und es nicht sehr ansprechend aussah. Wir fuhren weiter und hinter Kamloops wurde die Landschaft wieder grüner. Hier hatte man das Gefühl, dass sich ein See an den anderen staute. Etwa vierzig Kilometer vor Salmon Arms, sahen wir das Squilax General Store and Hostel, dass für eine Nacht unsere Unterkunft war. Es war ein alter kleiner Laden, in dem unten drei Doppelzimmer untergebracht waren und hinter dem Store, drei Waggons standen, die mit 24 Dom Betten ausgestattet waren.

Die Idee war originelle, wie auch in unserem Dumont Reiseführer erwähnt, aber in der Praxis war es doch eher ungepflegt. Viel los war heute hier nicht, die Dame hatte noch ein paar Gäste den Tee zu servieren. als sie fertig war, erklärte sie uns alles, teilweise doch etwas zu schnell für uns und wir machten uns auf den Weg zu einem benachbarten See. Dabei sind wir etwas zu weit gefahren, was sich aber nicht als schlimm erwies, da wir dort eine kleine Wanderung machen konnten. Dort war ein Trail, der erklärte wie früher das Holz in den Bergen durch Wasserrutschen in Englisch “Flume“ transportiert wurde. Deshalb hieß der Trail auch Flume Trail.

Wir liefen dort eine Runde und wieder am Auto stellte sich Hunger ein. An dem eigentlichen See an dem wir vorher hin wollten war nix, nur ein paar Häuser an der Front, die aber alle im Privatbesitz waren. Wir fuhren zurück in Richtung Salmon Arm, vorbei am Hostel wo wir wenig später an einige Restaurant kamen, so dass wir als nicht verhungern mussten. Wir gingen in das Restaurant Home, wo wir uns die Karte anschauten. Die Portionen auf den Tellern waren riesig, aber damit machten sie ja schon auf einem Schild vor der Tür auf sich aufmerksam. Wir bekamen ein Platz am Fenster mit Blick aufs Wasser. Isabelle bestellte Fisch and Chips und ich ein Burger Swiss Style, mit Käse und Pilzen in dazu noch Onion Rings. Als alles kam waren die Teller voll.

 

Isabelles Portion hätte für zwei gereicht. Mein Burger war lecker und auch die Zwiebelringe. Ich denke aber auch weil es das erste Essen hier in Kanada war. Hunger hatten wir und seltsamer Weise machten wir unsere Teller leer. Mit vollem Bauch ging es ins Hostel, wo wir am See erst mal ein Bier tranken.

 

Windig war es aber in der Sonne noch schön. Die Dame des Hauses kam zwischendurch und entschuldigte sich, das sie nicht mehr Zeit für uns bei der Anreise hatte. Wir quatschten etwas und sie war sehr freundlich. Vom optischen wie auch von der Art erinnerte sie mich an Annie, aus dem Film Misery von Stephen King, wo der Autor festgehalten wird um den Roman zu schreiben. Wir tranken unser Bier aber als die Sonne dann hinter den Wolken verschwand, meinte Isabelle ihr würde kalt werden. Wir gingen ins Zimmer welches schon sehr klein war. Isabelle ging zuerst duschen und ich danach. Die Dusche war in Ordnung, das Bett, naja. Nach dem duschen bin ich auch schon wenig später eingeschlafen, genauso wie Isabelle.


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2 Gedanken zu “Rundreise Kanada – Tag 2 – Von Hope nach Salmon Arm

  • Rudi

    Hallo Joachim und Isabelle!

    Interessant wo ihr Weltenbummler wieder unterwegs seid.

    Beim Betrachten deiner Bilder ist mir sofort Rambo in den Sinn gekommen und ich habe da mal gegoogelt. Die Schlucht mit den Tunneln ist der Coquihalla Canyon in der Nähe von Hope. Da sind 1981 die legendären Actionszenen gedreht worden. Dass du das im Blog gar nicht erwähnt hast…?!
    Wir werden den Film jetzt nochmal mit ganz anderen Augen sehen.

    Euch noch einen tollen Urlaub und kommt wieder gut heim!
    Rudi und Andrea

    • joachim Autor des Beitrags

      Hallo Rudi, geil das Du das so rausgefunden hast. Sorry das ich das vergessen habe und ja, in der Ecke wurden Teile des Films gedreht. Eigentlich wollten wir auch noch über die Brücke fahren, über die Rambo am Anfang des Films kam und BIlder machen, aber irgendwie waren wir dann schon auf einem anderen Highway 😉 . Vielen Dank, haben heute Halbzeit und werden sicherlich gut heim kommen. Viele Grüße auch an Andrea. Vielleicht schafft Ihr es ja doch mal nach Trier zu kommen, z.B. mit dem Modep 😉 Bis die Tage