Brenta Tour – Sentiero Alfredo Benini und Sentiero Bocchette Alte


Nach dem Regentag war es heute endlich soweit, ein Blick aus dem Fenster zum Morgengrauen verhieß gutes, keine Wolken am Himmel und somit kann die Tour endlich beginnen. Wir gingen zu Frühstücken, welches aber erst um genau 7:30 Uhr eröffnet wurde. Es war lecker für ein italienisches Frühstück, aber okay für ein deutsches 😉 . Wir duschten und schnappten unsere vorbereiteten Rucksäcke, wobei ich mit meinem so bei ca. 13 Kilo lag. Dann fuhren wir mit dem Auto zur Seilbahnstation, dann aber doch noch ein paar Meter weiter, weil wir am Vortag Parkplätze an der Straße vor einem Hotel gesehen hatten. Dort angekommen, fanden wir auch ein Platz und keine Verbotsschilder weit und breit. Wir stellten das Auto ab und liefen gut fünf Minuten hinunter zum Seilbahnstation mit der Hoffung, dass das Auto Donnerstag noch da ist. Gerhard kaufte Tickets, wobei die einfache Fahrt genauso teuer wie return war. Dann hieß es ab mit der Grostè Seilbahn zum Startpunkt unsere Tour. Für heute war erst mal der „Sentiero Alfredo Benini“ geplant und evtl. noch den „Sentiero Bocchette Alte“ im Anschluss, wenn die Zeit und die Kraft es zuließen, schließlich mussten wir heute oder morgen den Regentag vom Vortag wieder rausholen. Die Fahrt mit der Seilbahn war schon sehr schön und wir hatten einen tollen Blick auf die Berge der nächsten 4 Tage. Oben angekommen, mussten wir bei herrlichem Sonnenschein erst mal gut eine Stunde zum Einstieg laufen, der sich unterhalb des Cima Grostè befand. Wir waren nicht alleine, aber die paar Leute waren alle gut drauf und so störte es in keiner Weise.   Am Anfang war ging es erst mal an einem langen Band vorbei und es war nicht wirklich schwer. Dann kam ein Stück wo es den Berg am Fels hinunter ging und endlich war etwas klettern angesagt. Am Ende folgte ein steiles rutschiges Stück und Geröll ging unter meinen Füssen fort, so dass ich mich erst mal gut auf die Fresse legte. Einen Schreck später sah ich nur ein paar kleine Schürfwunden und das die Wasserflasche zerbrochen war. Ich hatte aber sonst nichts, so dass wir den Trip weiter fortsetzen konnten. Ist schon anders mit den Kilos das Gleichgewicht wieder zu finden. Nun ging es an langen Bändern vorbei und einmal mussten wir eine Gruppe mit vielen langsamen Italienern überholen, die eher Ausbildung hier am Fels machten 😉 . Es folgten ewig viele Leitern bis wir endlich an der Abzweigung zum Rifugio Tuckett ankamen und die Hütte weit unten in der Ferne sahen. Wir hatten doch schon lange gebraucht und hatten gegen 14 Uhr aber der Gedanke jetzt noch eine Stunde eine Schotterpiste hinunter zu laufen und sich evtl. wieder auf die Schnauze zu legen, motivierte mich(uns) die zweite Tour „Sentiero Bocchette Alte“ noch heute durchzuführen, die sogenannte Königsetappe. Also ging es erst mal über viele Leitern und teils mit mittelschweren Kletterpassagen den Cima Brenta entgegen, wobei dies alles gut zu meistern war. Auf dem Weg nach oben hatte ich aber irgendwann bedenken ob wir noch richtig sind, weil wir schon auf 3000 Meter Höhe waren und eigentlich das lange Band anfangen sollte. Die drei die hinter uns waren meinten aber auch das sonst kein Weg vorher abgegangen sei und so setzen wir unseren Weg fort und waren schließlich an dem langen Band was nichts für Gerhard war 🙂 . Dann ging es immer wieder mal Leitern hinunter und Leitern hinauf und er Weg zog sich. Da die Landschaft schon besonders war, wurde es aber nie langweilig und wir genossen die tollen Blicke mitten im Brenta Gebirge. Bei dem Spallone die Massodi wurde es aber langsam neblig und von dort ging es dann über endlose Leitern nach unten bis wir dann nach 18 Uhr endlich am Ausstieg waren. Von hier war es nicht sonderlich weit zum Rifugio Alimonta und einen blöden Abstieg wie beim Rifugio Tuckett hatten wir auch nicht, so dass wir ziemlich fertig gegen 19 Uhr am Rifugio ankamen. Unsere Betten waren noch verfügbar und wir nahmen trotz dem Hinweis zuerst zu Essen erst mal unsere warme Dusche. Dann aßen wir jeder eine Portion Nudeln, weil nach der Powertour einfach kein Menu mehr rein ging und die Portionen auf den anderen Tellern riesig war. Die Stimmung hier war super und auch der Hüttenwart war richtig gut drauf. Gegen halb zehn sind wir dann ins Zimmer und in unser Bett. Es dauerte noch etwas bis auch die anderen 6 Betten mit Italienern gefüllt waren aber dann hatten wir eine gute Nacht nach der anstrengenden Tour.

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