Kroatien während Cornazeiten – Teil 2


Immer der Küste entlang – 12.5.2021

Nach dem vielen Regen war alles vor unserem Adriano aufgeweicht. Wir gingen erst mal duschen und frühstückten. Während Isabelle unter der Dusche stand, wollte ich den Adriano etwas zurückrollen lassen, aber leider funktionierte das nicht und die Vorderreifen gruben sich in den Boden hinein, dort wo die vorher wohl Kanäle für die Lampenleitungen gezogen hatten.

Ich versuchte erst gar nichts und ging zur Rezeption und diese schickten mir einen Traktor, um uns mit dem Seil herauszuziehen. Dann ging es zum Reifen putzen und wir starteten die Weiterfahrt. Wir wollten erst nach Novigrad hinein, aber es tropfte wieder und so machten wir uns auf nach Porec. Leider hatten wir kein Kleingeld für den Parkscheinautomat und Isabelle bekam etwas von zwei Mädels gewechselt. Ich wollte dann für 10 Kuna 2 Stunden ziehen aber als es sich so komisch anhörte griff ich mal in den Geldschacht. Dieser war voll mit Münzen, weil alles durchviel aber trotzdem die Zeit erfasste. So hatte ich 3 Stunden Parkticket und viel Kleingeld für die Zukunft. Die Stadt selbst gefiel uns beiden und schön so ohne Maske herumzulaufen.

Nach dem Besuch ging es zum Campingplatz für die Nacht, wobei der erste von Isabelle nicht akzeptiert wurde. Der nächste war dann aber richtig gut und wir konnten uns trotz CC Karte einen Platz aussuchen. Es wurde dann einer direkt am Wasser mit Meerblick und Meeresrauschen. Dann ging es zum Einkaufen fürs Abendessen. Vor dem Laden tranken wir ein Bier und beschlossen doch etwas essen zu gehen. Laut TripAdvisor war das Konoba Bare das beste Restaurant, aber wir wollten nicht noch nee halbe Stunde warten. So gingen wir uns das Restaurant wenigstens anschauen und sahen, dass es bereits geöffnet hatte. Wir bestellten zwei Vorspeisen, die wir uns teilten und für mich einmal Lamm und Isabelle den Thunfisch. Mensch war alles lecker, zum Reinsetzen. Am Nachbartisch ging ein Pärchen gerade los und ich fragte etwas. Daraus wurde ein Gespräch und dann einen tollen Abend zu viert mit Ute und Harald aus dem Sauerland. Boah, haben wir dort was getrunken, im Nachhinein einfach zu viel 😉 .

Wanderung nach Vrsar – 13.5.2021

Die Nacht war echt zu kurz und der Kopf brummte. Ich buchte erst mal noch eine Nacht nach, weil in den Bergen sollte das Wetter eh schlechter als an der Küste sein und für den Kopf war es auch besser. Frühstück und Duschen ging aber schon mal und gegen 11 Uhr, machten wir uns auf um einen Spaziergang an der Küste zu unternehmen. Es ging erst mal um den Platz und der war schon sehr groß. Nach einem Stück Straße ging es wieder stetig am Wasser entlang und Ziel sollte das Fjord sein, das dann aber doch nicht so zugänglich war. Wir gingen dann in den Ort Vrsar, der aber nicht wirklich Charme hatte. Unterhalb wurde dann erst einmal eine Fischplatte gefuttert, die aber dann doch nicht so meins war. Irgendwie waren wir noch verwöhnt vom Vorabend. Dann wieder zurück zum Adriano, machten wir nichts mehr. Da es frisch wurde, blieben wir auch nicht lange draußen sitzen. Mit einem Film beendeten wir dann den doch noch ganz schönen Tag, sogar ohne den angekündigten Regen.

Wanderung um Puzin – 14.5.2021

Der Alkohol war verdaut und die Sonne schien zum Frühstück mit einen herrlichen Blick aufs Meer. Wir duschten und zählen 44 Euro für die zwei Nächte in toller Lage. Für heute war eine Wanderung in den Bergen geplant und so fuhren wir zuerst ans Fjord vorbei, um wenigsten von oben einen Ausblick genießen zu können.

Dann ging es weiter nach Pazin, wo es leicht war, einen Parkplatz zu finden. Der Weg ging direkt in den Wald und die Aussichten waren deshalb meistens nicht die schönsten. Auch war der Weg an vielen Stellen so matschig und mit die Pfützen so mit Regenwasser gefüllt, dass nur die Frösche sich darin wohl fühlten. An etwa zwei Drittel der Strecke kamen wir an einer Konoba vorbei, wo einige Leute saßen und auch die Bewertungen waren super. Wir bestellten einmal Nudeln mit Trüffelsoße und Reis mit Tofu. Mensch war das lecker und zum Abschluss noch ein paar Bällchen, die wie unsere Trierer Mäuschen waren.

Dann ging es mit vollem Bauch zum Adriano und wir fuhren zu einem Parkplatz der Zip-Seilstation. Dort war erst mal duschen angesagt, bevor wir uns nochmals kurz das Dorf anschauten, was nicht wirklich viel zu bieten hatte. Wir beendeten den Tag mit einem Wein und toller Aussicht von dem Parkplatz.

Wanderung Gračišće des heiligen Simon – 15.5.2021

Die Nacht auf dem Parkplatz war super und wir wurden nicht gestört. Nach dem Frühstück ging es zuerst in die Schlucht hinunter, was von unserem Platz leicht möglich war. Toll war es, alles voll Bärlauch und so feucht, weil wohl nie Sonne hierhin kam. Der Fluss der hier an Pazin ankam, nahm seinen Weg von dort durch Höhlen und untererdige Wasserläufe und so richtig weiß man bis heute nicht wo das Wasser am Ende hinaus kommt.

Wir fuhren dann mit kurzen Abstecher beim Supermarkt vorbei, nach Gračišće, eine Stadt die komplett unter Denkmalschutz steht. Parkplatz war auch hier kein Problem und so ging es von hier, erst mal 350 Meter steil hinunter. Unten angekommen, war ein richtig schöner Wasserfall, der schöner war, als die der sieben Wasserfälletour. Dann ging es eigentlich schon wieder nach oben, diesmal über einen geteerten Weg..

Wir aßen etwas und entschieden uns wieder zur Küste zu fahren, diesmal hinter Pula, an den Südzipfel um dort den Sonntag im Nationalpark zu verbringen. Der erste Campingplatz ging gar nicht, keine flache Stelle, bei dem zweiten fanden wir dann einen schönen Platz und buchten für zwei Nächte ein. Wir unterhielten uns etwas mit den Nachbarn und kochen ein indisches Curry als Abendessen.

Wanderung zum südlichsten Zipfel Istrien – 16.5.2021

Da wir uns extra hier im Süden etwas unterhalb von Pula einen Platz ausgesucht hatten, war natürlich für heute eine Wanderung durch den Nationalpark geplant. Duschen in der doch etwas sehr in die Jahre gekommenen Sanitäranlage und fertig machen. Mit dem Auto musste man Eintritt zahlen, weil aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad ging es ohne. Das Wetter war heute bewölkt und die Sonne zeigte sich nicht. Kurz hinter der Zahlstelle gingen wir dann zum Wasser und es war möglich fast immer am Wasser vorbei zu laufen. So liegen wir den Weg, den wir diesmal ohne wirkliche Steigungen ab bis wir zu der bekannten Safari Bar kamen. Nett war sie angelegt und im Sommer auch bestimmt richtig viel los aber heute, da gar nichts. Wir tranken ein Bier und aßen etwas Käse mit Oliven, wobei der Käse eher Gouda war, also nicht wirklich Käse 😉 .

Dann gingen wir weiter und auf der anderen Seite des Zipfel, wo wir wurde das Wasser ruhiger und Leute waren eh so gut wie keine mehr zu sehen. An einem Stück Strand, wäre ich am liebsten schon ins Wasser gesprungen, aber dies war noch so kalt. So gingen wir zurück zum Adriano und erst mal wieder duschen. Wir waren Eigentlich wollten wir ins Dorf essen gehen, aber dann war es uns doch zu kalt und wir endschlossen uns ein Veggie Bolognese zu machen, welches auch mit Resten richtig lecker wurde. So beendeten wir nach einer schönen ruhigen Wanderung und einem leckeren Essen den Tag.

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