Allgäu – Tag 5 – Salewa Klettersteig am Iselerberg


Für heute hatten Sie gutes Wetter vorausgesagt und auf dem Plan stand der Tegelberg Klettersteig, der nah dem Schoss Neuschwanstein war. Da Isabelle aber noch Bedenken wegen dem Matsch im Zustieg hatte, wollte Sie lieber Fahrrad fahren und am Pool bleiben und…. Ich bot Ihr an zum Training den Salewa Klettersteig zu machen, der eigentlich für die Überfahrt am Freitag nach Kempten gedacht war, aber von der Schwierigkeit etwas leichter eingestuft war, als der Tegelberg Klettersteig. Wir einigten uns darauf und gingen nach dem leckeren Frühstück erst mal duschen und packten alles für die Tour ein. Am Vortag hatten wir noch Rohesser und Brot gekauft, Käse war ja noch von der Fahrradtour vorhanden. Wir fuhren also die ca. 35 Kilometer nach Oberjoch, aber gerade als wir im Auto waren, meinte Isabelle oh, da steht doch immer etwas Sonnenmilch an der Treppe und sie ging schnell wieder ins Haus und schmierte sich etwas damit ein. Die Fahrt nach Oberjoch war sehr schön und wir konnte auch schon bei angenehmer Temperatur offen fahren. In Oberjoch angekommen war direkt an der Iselerbahn ein großer Parkplatz, der mit 2,50 € pro Tag Gebühren auch noch recht günstig war. Wir stellten das Auto ob und gingen zur Bahn, Isabelle entleerte sich dort noch schnell und wir traten den Weg zur Bergstation der Iselerbahn an.Tag4-5_006 Tag4-5_007Wir waren nicht die einzigen die gingen, aber der Großteil fuhr mit der Bahn die etwa 400 Höhenmeter hinauf. Der Weg nach oben war etwas anstrengend aber schön. Immer wieder andere Ausblick auf Oberjoch und auf die Allgäuer Alpen. Tag4-5_008 Tag4-5_009 Tag4-5_010Die Zeit war mit 1 ¼ Stunden angegeben und wir waren auch genau nach dieser Zeit an der Bergstation. Dort war schon viel los und aus der kleinen Pause im Schatten wurde nix wegen des Betriebs. Wir liefen mit vielen Leuten also in Richtung Iselerberg und nach ca. 150 weiteren Höhenmeter, kam die Abzweigung zum Salewa Klettersteig. Tag4-5_011 Tag4-5_012Heute heizte die Sonne gut ein und so schwitzten wir beide auch gut. Der Einstieg war schnell gefunden und wir fingen an unsere Klettersteig Ausrüstung anzulegen. Am Einstieg ging es erst mal nach unten und der war nicht gerade perfekt. Alles ziemlich speckig aber gut zu machen. Isabelle kam nach aber irgendwie hatte Sie schon Angst vor dem Einstieg und nach ein paar Tritten sagte Sie es geht nicht. Nach etwas Unterstützung sagte ich dann auch zu Ihr es hat keinen Zweck und am besten gehst Du den Weg nach oben. Sie ging also wieder zurück und packte wieder alles ein. Ich machte mich auf den Weg und erinnerte mich daran, dass Leute meinten der Steckenverlauf sei nicht gut. Das ganze konnte ich auch bestätigen und viel klettern war an den glatten Wänden nicht möglich, zu viel musste ich am Seil hängen. Die Ausblicke von hier waren toll und so in der Hälfte waren drei Jungs am Klettern, einer hat schon öfters welche gemacht und die anderen zwei lernten. Tag4-5_013 Tag4-5_037 Tag4-5_038Ich überholte alle und verlor sie ziemlich schnell aus den Augen. Das Überhangstück war mit Stufen entschärft und am glatten Fels war es auch gut so, anstrengend war trotzdem ;-). Wenig später war ich auch schon am Ende und sah oben das Gipfelkreuz. Der Weg ging hier aber sofort in den zweiten Teil über und ich rief Isabelle ob es okay ist wenn ich den auch noch mache. Sie sagte kein Problem es ist ja noch früh. Der zweite Teil ging eigentlich entweder am Seil hängend einem glatten Fels hinunter, wobei man stehend laufen konnte oder aber an einem Felsband vorbei. Er war nicht toll aber auch nicht lange. Am Ausstieg empfing mich Isabelle und ich packe alles in den Rucksack. Zum Gipfelkreuz wollte Isabelle nicht zurück sondern auf den nächsten Berg wo einige Leute auch hin gingen. Ihr war die Menge an Leuten am Gipfelkreuz zu viel. Tag4-5_014 Tag4-5_015 Tag4-5_016Ich sagte okay dann gehen wir weiter und auf dem Weg fragten wir einen Herren ob man dort nach Oberjoch hinunter gehen kann was er bestätigte, aber dazu meinte es wären einige mit Seilen gesicherte Kletterstücke dabei. Nachdem wir dann am höchsten Punkt der Runde waren, Tag4-5_018 Tag4-5_017 Tag4-5_019ging es über einen Kamm langsam aber sicher immer mehr hinunter. Der Weg war toll und wir liefen immer wieder Stücke mit einem anderen Pärchen. Auch Isabelle war total begeistert vom Abstieg über den Kühgundkopf und so machten wir immer wieder Fotos. Tag4-5_021 Tag4-5_022 Tag4-5_020An einer neuen Seilbahnstation gingen wir nicht den Hauptweg hinunter, sondern den Weg an der Skipiste vorbei am und durch den Wald entlang. Der Weg war zwar schattig aber dadurch auch noch total vermatscht. Unten angekommen ging es zum Auto, genossen aber zuerst den Blick auf unsere Tour und waren begeistert. Von unten sahen wir das wir über den kompletten Berg gelaufen waren. Tag4-5_023 Tag4-5_039Wir setzen uns ins Auto und machten uns auf den Weg ins Hotel. Wir hielten unterwegs noch an und tranken an einem Weiher ein Radler. Isabelle war teils gut rot und wollte was zum kühlen haben. Alle kleinen Supermärkte in den Dörfern hatten schon zu und so fuhr ich nach Füssen und wir fanden im Aldi eine Aloe Vera Lotion gegen Ihren Sonnenbrand. Im Hotel war duschen angesagt und gegen halb acht sind wir zu Essen. Diesmal gab es Entenbrust mit Böhnchen als Vorspeise, dann eine Suppe mit Grießklößchen, Nudeln mit Erbsen und Tomaten als Hauptgericht und noch ein Eis Sorbet hinterher. Wir waren uns einig, dass es wieder super war und auch der Weißwein passte gut dazu. Im Zimmer angekommen war Isabelle sofort am Schlafen und ich schaute noch irgend ein Quatsch im TV.

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